Tochter des Feuers ~ Sandra M. Grosz [Rezension]

 

Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Eisermann Verlag
Erscheinungstermin: 29.04.2020
ISBN: 978-3961731381
Preis: 12,90 € / eBook: 3,99 €
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In einer apokalyptischen Zukunft giert der teuflische Herrscher Bernard Lambkin mithilfe seiner Armee aus Dämonen nach der mystischen Waffe Mortifer, die ihm Macht über Leben und Tod verleihen würde.

Um sich aus den Fängen ihres sadistischen Dienstherrn freizukaufen, scheut die junge Leibeigene Shira vor keiner Gelegenheit zurück. Etwas, das jede Finsternis besiegen kann, schlummert in ihr und verleiht ihr die intuitive Kraft, Dinge vorherzusehen.

Als Shira im Verlies landet, wird sie deshalb von Trajan, einem Krieger mit übernatürlichen Fähigkeiten, befreit, der ebenfalls auf der Suche nach dem Mortifer ist. Er liefert ihr die Gelegenheit, Vergeltung an ihrem Peiniger zu üben und weckt ungeahnte Gefühle in ihr. Gemeinsam stellen sie sich Bernard Lambkin in einem blutigen Kampf um die Zukunft des Landes.

 

 

 

Der Einstieg in “Tochter des Feuers” fiel mir leider sehr schwer. Die Welt in der Shira lebt wird kaum erklärt und viele Begriffe zunächst einfach in den Raum gestellt. Ich habe einige Kapitel gebraucht bis ich mich in dieser Welt zurechtfand und wusste was die Autorin mit einigen Worten meinte. Hier hätte man die Erläuterungen eigentlich in den Anfang mit einbauen müssen und nicht in den Lauf der Geschichte. So war das leider zu Beginn sehr verwirrend.

Hinzu kommt, dass zwar Shira den größten Teil der Geschichte erzählt (es gibt einen auktorialen Erzähler), aber es gibt auch gelegentliche Perspektiv-Wechsel um so ein umfangreicheres Bild des Buches zu schaffen. Leider sind diese Wechsel nicht markiert und auch hier klärt sich im Laufe des Kapitels immer erst bei welchem Charakter man sich gerade befindet.

Nach diesen Anfangsschwierigkeiten habe ich mich in der Geschichte immer besser zurechtgefunden und empfand das Buch als zunehmend spannend. Die düstere Welt, die durch die Autorin gezeichnet wurde, trägt einiges dazu bei. Auch der Antagonist Lambkin mit seinen sadistischen Zügen sorgt für Spannung.

Die Welt in der wir uns befinden ist bar jeder Technik. Teil weise mutet sie mittelalterlich an. Dann gibt es aber wieder Magie und bestimmte Fähigkeiten, die ein Fantasy-Element hineinbringen. Leider gibt es keine genaueren Informationen, wie diese Welt so geworden ist in der Zukunft und was genau geschehen ist um die Welt so zurückzuwerfen.

Zusätzlich dazu hat die Autorin immer wieder Plot-Twists eingebaut mit denen ich in der Form nicht gerechnet hatte. Ich habe mich hier einige Male an der Nase herumführen und überraschen lassen.

Die Protagonistin Shira, als Tochter des Feuers, hebt sich auf erfrischende Weise von den schwächelnden weiblichen Hauptfiguren ab, die ich sonst aus anderen Büchern kenne. Und auch das empfinde ich als sehr positiv, weil es beweist, dass eine Frau keineswegs immer schwach sein muss. Als Trajan, der Mitlied der Sapienti ist, (Ein Zirkel mit Menschen, die magische Fähigkeiten haben) Shira aus dem Verlies befreit, schließt sie sich den Sapienti an. Sie möchte ihre eigenen Fähigkeiten beherrschen und außerdem die Waffe finden, mit der sie Lambkin unschädlich machen kann. So haben Trajan und Shira dasselbe Ziel und ein gemeinsamer Feind vereint ja bekanntlich.

Auch ein Love-Interest spielt später eine Rolle in diesem Roman. Dieser spielt jedoch nur am Rande eine Rolle und dominiert die Handlung nicht.

 

 

 

Tochter des Feuers ist ein in sich abgeschlossener Einzelband, der mir nach einigen Anfangsschwierigkeiten doch noch ein paar schöne Lesestunden bescheren konnte. Der Weltenentwurf sowie die Überraschungen im Laufe der Handlung haben mich über ein paar Kritikpunkte hinwegsehen lassen. Wer bereit ist sich in diese Welt reinzuarbeiten, der wird mit einer guten Geschichte belohnt.

Ich vergebe hier:

 

 

 

 

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