Sumerland 1 – Prinzessin Serisada ~ Johannes Ulbricht [ Abbruch – Rezension]

 

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Panini
Erscheinungstermin: 22.08.2016
ISBN: 978-3833233555
Preis: 14,99 € / eBook: 11,99 €
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  1. Sumerland – Prinzessin Serisada (22.08.2016)
  2. Sumerland – Prinz Zazamael (23.08.2016)

 

 

 

 

Nur wenige Eingeweihte wissen von Sumerland, das hinter unserer Realität liegt. Unsere Zivilisation ist nichts weiter als eine kollektive Illusion, in der die Menschen gefangen gehalten werden. Und in Sumerland tobt ein Krieg, der alles ins Verderben zu reißen droht. Auf der einen Seite steht der babylonische Stadtkegel von Waylhaghiri, in dem alle Zivilisationsepochen der Menschheit übereinander geschichtet sind.Hier geht es um Erfolg und Glamour, darum immer neue Dinge zu erzielen und zu besitzen. Auf der anderen Seite steht die umgebende Wildnis des Sumerlandes, in der Tiermenschen leben, die verspielt und kindlich, aber auch unberechenbar und grausam sind. Prinz Zazamael möchte unbedingt in edr “großen Fusion” beide Welten verschmelzen. Unsere Realität mit dem Sumerland.

 

 

 

Der vielversprechende Klappentext hat mich gemeinsam mit dem wundervollen ansprechenden Cover direkt zum Lesen eingeladen. Leider verrät der Original Klappentext viel zu viel vom eigentlichen Buch und nimmt einiges an Spannung heraus.

Doch nun schildere ich euch meine Leseeindrücke, die mich nach Seite 204 bewogen haben das Buch abzubrechen. Ob es sich im Laufe des restlichen Buches bessert oder wie Band 2 dann weiter geht kann ich euch nicht sagen. Deshalb werde ich hier auch völlig ohne Sterne zu vergeben auskommen.

Ein Abbruch bei einem Buch ist für mich recht selten, weil ich eigentlich ein gutes Händchen mit meiner Leseauswahl habe. Leider kommt es aber immer mal wieder vor. So auch bei diesem Buch. Ich habe es in mehreren Anläufen immer mal wieder angefangen und dann weg gelegt. Zunächst dachte ich, es ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Doch irgendwann wollte ich es dann wirklich wissen und biss mich bis Seite 204 durch.

Wir haben mehrere Erzählebenen, was mich zu Beginn total verwirrt hat, weil man weder die Protagonisten richtig vorgestellt bekommt, noch irgendeine Art der Einführung in diese Welt. Das hätte vielleicht das Verständnis mehr geförtdert und ich wäre besser mit dem Buch zurecht gekommen.

Zunächst ist da Ramona, die in der realen Welt lebt und als eine der wenigen Eingeweihten von Sumerland weiß. Allerdings schaut sie viel zu oft nach was hinter ihrer Realität liegt und droht ihren Job in der Werbebranche zu verlieren. Diesen macht sie eigentlich recht erfolgreich, aber vernachlässigt alles in ihrem Leben für die zweite Welt. Auch einen Partner findet sie nur schwer und wenn, dann kann sie sich nicht auf ihn einlassen, weil sie alles mit dem Sumerland vergleicht.

Dann ist in der realen Welt noch ein Mädchens namens Susanne, deren Rolle erst sehr spät im Buch ein wenig klarer wird. Doch auch sie ist sehr flach geschildert und ich konnte zu ihr emotional genauso wenig einen Draht finden wie zu Ramona.

In Sumerland sind die beiden Hauptprotagonisten noch unsympatischer. Prinz Zazamael verfolgt stur seinen Plan den wilden Wein zu finden. Durch dieses Elixier hofft er die Reale Welt mit Sumerland verschmelzen lassen zu können. Dabei ist ihm auch schon einmal seine Bevölkerung und seine unterstellte Stadt Waylhaghiri völlig egal. Er rennt stur seinen Weg weiter und was die anderen erleiden müssen rührt ihn nicht. Auch ist es ihm eigentlich recht egal, dass der Rat seine Autorität immer mal wieder untergräbt und eigene Wege geht. Hauptsache er hat ein paar Wächter, die mit ihm den wilden Wein suchen gehen. Wer stirbt oder lebt interessiert ihn nicht. Dazu ist er absolut faul und völlig unfähig sein Reich zu führen. Wie soll so jemand schon siet Jahrhunderten über die Stadt herrschen? Der wäre doch in jeder Story längst gestürzt worden. Wer nimmt so jemanden denn ernst als Herrscher?

Prinzessin Serisada reist nach Waylhaghiri um den Krieg zu stoppen, den Prinz Zazamael mit ihrem Reich führt, dabei geschehen immer wieder Dinge, die ich einfach nicht logisch fand. So versucht sie einen Weg von unten nach oben in dem Kegel zu finden, der Waylhaghiri optisch ist. Welche seltsamen “Prüfungen” sie da durchläuft. Da sitzen drei Herren so lange am Tisch bis ihre Beine mit den Stuhlbeinen verschmolzen sind. Sie setzt sich dazu und alle reden eine Weile. Dann darf sie weiter ziehen. Man könnte die Szene sicherlich genau analysieren und prarallelen zu unserer Welt finden, aber was das mit dem Buch zu tun hatte weiß ich nicht.

Das Setting in Sumerland ist auch widersprüchlich. Da gibt es keine Geländer, weil sie noch nicht erfunden wurden, aber dafür Flugmotorräder und Hubschrauber. Hier wäre gut gewesen, der Autor hätte ein paar Details ergänzt oder einiges weggelassen. Mir waren solche Dinge einfach nicht schlüssig genug.

Und auch, dass Waylhaghiri die einzige Stadt im ganzen Sumerland ist, empfand ich als nicht gut genug durchdacht. Sollte es nicht wenigstens kleine Siedlungen rund um die Hauptstadt geben?

Die App soll das Leseerlebnis noch ergänzen und findet sich auf www.endederwelt.de . Doch leider weist die App trotz toller Grundidee und schicker Optik einige Mängel auf. Die zu suchenden Symbole sind nur mit Hilfe einer Deutschlandreise zu finden. Es gibt viel zu wenige davon. Hilfreich ist hier die Symbole auf der Webseite zu scannen. Doch die Rätsel schwanken zwischen Kindergartenniveau(Suchbilder) und unlösbar. Der Zusammenhang der Symbole zur Geschichte passt auch nicht so wirklich.

 

 

 

Ihr merkt es war in keinster Weise mein Buch und so habe ich mich durch die Seiten gequält und dann beschlossen meine Zeit nicht mehr mit dieser Geschichte zu verbringen. Unsympatische und viel zu flache Protagonisten, schwer nachvollziehbare Sprünge zwischen den Ebenen und eine nicht bis zum Ende durchdachte Welt. Sehr schade, dass ich hier nicht viel positives sagen kann. Weder Buch noch App konnten mich überzeugen.

Da es aber so viele positive Stimmen gibt, empfehle ich euch die Leseprobe zu lesen und dann zu entscheiden.

Ich vergebe hier keine Wertung.

 

 

 

 

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