Regency Roses 1 – Eine Lady in Not ~ Dana Graham [Rezension]

 

Taschenbuch: 325 Seiten
Verlag: Independent Published
Erscheinungstermin: 14.02.2018
ISBN: 978-1983872150
Preis: 12,90 € / eBook: 1,99 €
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Regency Roses:

  1. Eine Lady in Not (17.02.2018)
  2. Eine Lady unter Verdacht (01.10.2018)
  3. Der Lord ohne Lächeln (24.06.2019)

 

 

 

Drei Dinge braucht eine Lady, um eine gute Partie zu machen: eine noble Herkunft, eine hohe Mitgift und gutes Aussehen. Emma Morten besitzt nichts davon.
England, 1813.Emma Morten, Tochter eines einfachen Landedelmanns, hat nur eine Möglichkeit, dem Dasein als Gesellschafterin ihrer schrecklichen Großtante zu entgehen: Sie muss heiraten. Ihre Chancen dafür stehen allerdings denkbar schlecht, denn ihr Vermögen ist ebenso gering wie ihr Stand und ihre Schönheit. Dass Emma klug, wortgewandt und politisch interessiert ist, macht die Angelegenheit nicht einfacher, denn all dies ist für eine Dame nicht vorgesehen.

William St. Clair, neuer Earl of Huntington, ist einer der begehrtesten Junggesellen der Saison. Für Mauerblümchen wie Emma hat er bloß Verachtung übrig. Als dem Earl jedoch ein gesellschaftlicher Skandal droht, ist es ausgerechnet Emma, die ihn davor bewahren kann. Soll sie dem Mann helfen, der sie öffentlich verspottet hat?

Hinweis: Der Roman ist in sich abgeschlossen und enthält keine erotischen Szenen. Die Reihe ›Regency Roses‹ wird fortgesetzt.

 

 

 

Emma Morten ist eine ganz und gar unscheinbare Lady. Sie hat weder großes Vermögen vorzuweisen, noch ist sie eine Schönheit. So hat sie mit ihren 23 Jahren auch noch keinen Heiratsantrag erhalten. Dazu kommt, dass sie erst der Tod ihrer Mutter und dann die gebrechliche Gesundheit des Vaters vom Debütieren abgehalten hat.

Ihr Cousin Charles hat nie einen Zweifel an seinen Absichten gelassen. Emma wird nach dem Tod ihres Vaters irgendwann ihr Heim verlieren und mittellos sein. Zum Heiraten wäre sie zu unansehnlich. Das hat er ihr im zarten Alter von 9 Jahren schon mitgeteilt.  Danach ist sie Charles zwar aus dem Weg gegangen, doch das kann auch nicht ewig funktionieren.

Eines Tages taucht er auf dem Anwesen auf und teilt Emma mit, dass er sie als Gesellschafterin für seine grantige Schwiegermutter mit auf sein Anwesen nehmen möchte. Es kann für sie nur eine Lösung geben. Sie muss in London einen Ehemann finden um diesem traurigen Schicksal zu entgehen. Doch schon bei ihrem ersten Ball erfährt sie eine üble Schmähung von William St. Clair, dem Earl of Huntington. Und natürlich spricht sich das gleich in der Londoner Gesellschaft herum.

Als Emma Zeugin wird, wie ein Komplott gegen den Earl geschmiedet wird, hat sie zwei Möglichkeiten: sie lässt es geschehen oder sie hilft ihm. Wie wird Emma sich entscheiden?

Mir hat Emma sl Protagonistin sehr gut gefallen. Sie zeigt all die Ungerechtigkeiten auf, denen Frauen zu dieser Zeit ausgesetzt waren. Zum einen war es damals wichtig, dass man, hatte man schon keinen so hohen Stand, zumindest eine hohe Mitgift mitbringen konnte. Da es Emmas Vater aber nicht so gut geht und er kein Geld ins Haus bringen kann sowie noch kostspielige Medizin benötigt wird, ist diese bei Emma eher gering. Eine Lady konnte dies damals nur mit einem ansehnlichen Äußeren beheben. Doch Emma ist eher unscheinbar und keine klassische Schönheit. Dazu weiß Emma noch ungewöhnlich viel für eine Dame und will auch fundiertes Wissen zu den Gesprächen beitragen. Doch das ist auch nicht gern gesehen. Mir tat Emma sehr leid. Gerade als der Earl sie noch beleidigt, hätte ich ihr am liebsten beigestanden.

Doch sie beweist immer wieder wie stark und gebildet sie ist. Und man wünscht ihr einfach von Herzen, dass ein Mann kommt, dem die Äußerlichkeiten egal sind.

So flogen die Seiten nur so dahin und ich war völlig gefesselt von Emmas Geschichte und ihrem Leben.

Gut gefallen hat mir bei dem Roman auch, dass er in sich abgeschlossen ist und kein fieser Cliffhanger auf den Leser wartet. Dana Grahams Schreibstil hat mich in eine Zeit entführt als Frauen noch nicht so viel zu sagen hatten, wie heute. Und sie hat mich so sehr mit Emma mitfühlen lassen und es dennoch geschafft mir auch das Schicksal des Earls nahe zu bringen. Wirklich durch und durch gelungen.

Dabei benötigt der Roman keinerlei erotische Szenen, sondern die Emotionen der Protagonisten werden auf viel tieferer Ebene vermittelt. Dabei sind diese so authentisch beschrieben, dass ich jedes Gefühl sehr gut nachvollziehen konnte und mich voll und ganz auf die Ereignisse des Romans eingelassen habe.

 

 

 

“Eine Lady in Not” ist ein wundervoller Auftakt zu den Regency Roses und hat mich so sehr gefesselt, dass ich das Buch kaum weg legen konnte. Gerade, weil Emma nicht die klassische Schönheit ist und es generell sehrs chwer hat, wünscht man dieser gutherzigen Frau das Beste und fiebert bis zum Ende mit ihr mit. Ich werde die anderen Teile der Reihe auf jeden Fall noch lesen und freue mich bereits sehr auf Sebastians Geschichte, den wir in diesem Band schon einmal getroffen haben.

Ich vergebe hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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