Linkslesestärke oder Die Sache mit den Borten und Wuchstaben ~ Anja Janotta

 

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 2. März 2015
ISBN: 978-3570163399
Lesealter: ab 9 Jahren
Preis: 12,99 Euro / eBook: 9,99 Euro
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Mira Kurz ist ein ganz besonderes Mädchen. Sie hat eine Rechtschreibschwäche, oder besser gesagt eine Linkslesestärke. Sie wirft so einiges durcheinander und Namen kann sie sich gar nicht behalten. So heißt ihr bester Freund Felix bei ihr zunächst nur “mein längster Freund” und später nennt sie ihn “verfelixt”, ihre neue Nachbarin ist ihre “zukünftige beste Freundin” oder “ihre verschwundene Freundin” Je nachdem was gerade passt. In der Schule gibt es eine “wiehernde Lehrerin”, die “Fiese”, die “Schüchterne” und so geht es munter weiter. So kämpft Mira um ihr “neue Freundin” und gegen die Angriffe und das Mobbing in ihrer Klasse. Wird Mira Erfolg haben? Findet sie neue Freunde?

Mira ist als Hauptprotagonistin sehr gut gewählt. Sie ist ein herzensgutes Mädchen, das natürlich in ihrer Verzweiflung auch den einen oder anderen Fehler begeht. Aber das zeigt einfach nur, dass Kinder erst lernen müssen mit schwierigen Situationen umzugehen und ich empfand Mira als sehr realitätsnahe kleine Persönlichkeit. Ihr “längster Freund” ist ihre wichtigste Stütze privat und in der Schule. Er rettet Mira auch mal aus einer brenzligen Situation. Die “Fiese” ist genau das, was ihr Name vermuten lässt. Sie ist einfach das gemeinste Mädel in der Klasse und scharrt alle um sich, um gegen Mira zu hetzen. Dabei schreckt sie auch vor Erpressung und Androhung von Gewalt nicht zurück. Doch natürlich wird am Ende alles gut und die kleinen Leser haben einiges übers Thema Anderssein und Mobbing gelernt.

Denn genau das sind die zwei zentralen Themen im Buch. Das Anders sein, wie Mira es ist. Denn sie hat zwar eine Rechtschreibschwäche, aber sie ist keineswegs jemand mit dem man nichts zu tun haben möchte. Das Thema Mobbing ist in diesem Buch auch sehr gut greifbar für die Kinder und ich finde es immens wichtig, dass schon kleine Kinder über so ein gewichtiges Thema aufgeklärt werden. Dadurch, dass die Kinder keine richtigen Namen haben, sondern über den Charakter benannt werden, kann das Kind die Figuren ohne Probleme ins eigene Schulleben übertragen. Denn ganz ehrlich: Jeder hatte eine Fiese oder eine Schüchterne in der Klasse und den Pinscher, der auch mal zuschlägt, im schlechtesten Fall auch.

Doch wer nun denkt es handle sich hier um eine unangenehme Lektüre für Kids, der täuscht sich. Auch in Miras schwersten Zeiten lockert die Autorin das ganze gekonnt durch allerlei Wortverdrehungen und Reh-Busse auf. Das Lieblingsspiel von Mira und Felix ist nämlich das Buchstabendrehen. Und so gibt es dann die Märchen “Gänsel und Hetel” und das “Koträppchen” und auch viele andere Bereiche wie zum Beispiel völlig verdrehte “Schrulegeln”. Man kann sich also auf ein echtes Feuerwerk an Wortwitzen freuen und mein Sohn (8Jahre) hat sich an diesen Stellen gekugelt vor Lachen.

Eine Leseprobe für einen ersten Eindruck findet ihr auch auf der Homepage Linkslesestaerke.de, die ich euch mal verlinkt habe. Und im nächsten Jahr soll es einen weiteren Band in der Reihe geben.

 

Fazit:

Das Buch ist für Jungs und Mädchen geeignet und hat uns wahnsinnig gut gefallen. Man kann mit Mira zusammen lachen und mit ihr mitfiebern bis am Ende alles gut wird. Eine echte Leseempfehlung gibts dafür von uns beiden.

Wir vergeben: ★★★★★

 

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