Eonvár – Zwischen den Welten ~ Kat Rupin [Rezension]

 

Taschenbuch: 330 Seiten
Verlag: Zeilengold Verlag
Erscheinungstermin: 31.10.2017
ISBN: 978-3946955047
Preis: 14,90 € / eBook: 4,99 €
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Elisa kann durch nichts gestoppt werden. Selbst ihr Rollstuhl hält sie nicht davon ab ihr Leben zu meistern in der Großstadt. Doch als Gabriel, ihr Jugendfreund auftaucht und ihr die magische Welt Eonvár zeigt, in der sie eine Hexe ist und laufen kann, beginnt sie an Wunder und Magie zu glauben. Trotz des fantastischen Lebens in Eonvár  kann sie sich nicht von ihrem irdischen Leben verabschieden und beginnt ein gefährliches Doppelleben zwischen den Welten zu führen. Kann das auf Dauer gut gehen oder bringt sie sich und ihre Liebsten in Gefahr?

 

 

 

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, weil schon das Cover eine tolle Fantasygeschichte verspricht. Man sieht eine dunkle und wenig einladende Gasse in München und ein Portal, das in eine andere Welt führt. Genau das ist die Basis auf der Eonvár  sich aufbaut.

Elisa sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl. Doch sie nimmt nur ungern Hilfe an. Einzig ihre beste Freundin Lucy unterstützt sie regelmäßig, wenn Elisa mal alleine nicht weiter kommt. Lucy ist immer da und hat immer Zeit, wenn Elisa anruft. Und wenn Lucy arbeitet, dann fährt Elisa kurzerhand da hin um mit ihr zu sprechen. Ihr Sohn ist das Patenkind von Elisa.

Elisa hat sich ihre Wohnung so eingerichtet, dass sie alles alleine bewerkstelligen kann. Die Arbeitsplatte in der Küche ist niedriger und auch alles andere ist so angepasst und aufgestellt, dass sie ihr Leben selbstständig meistern kann.

Mich hat Elisas Charakter in einem Punkt sehr fasziniert, da sie mit einer solchen Kraft und solchem Mut mit ihrer Behinderung umgeht, dass man ihr möglichst wenig davon anmerkt. Sie ist stets fröhlich und ein Wirbelwind, der zu jedem Spaß aufgelegt ist. Neben ihrem Job studiert sie außerdem noch um sich so ein tolles Leben aufzubauen.

Als Gabriel ihr über den Weg läuft und sie nach Eonvár  mitnimmt, ahnt Elisa noch nicht wie groß die Wunder dort sind. Doch als sie begreift, dass sie sich eigentlich für eine Seite entscheiden muss, beginnt sie zwischen den Welten zu pendeln, weil sie auf niemanden verzichten möchte. Sie schlägt alle Warnungen in den Wind und ist der Überzeugung, dass sie das alles problemlos schafft. Manchmal war mir persönlich Elisas Sturkopf einfach ein bischen zu viel des Guten. Sie möchte niemandem schaden, weigert sich aber auch irgendeinen gut gemeinten Rat anzunehmen. Dadurch geht immer mal wieder etwas zu Bruch, sie gibt sich die Schuld und macht aber genauso weiter. Sie hat also ihr guten und ihre schlechten Seiten. Nur lernt sie scheinabr aus Fehlern nicht allzu viel.

Der Einstieg in die Welt von Eonvár fiel mir sehr leicht. Der tolle und flüssige Schreibstil der Autorin hat mich durch das Buch geführt. Man lernt die fremde Welt gemeinsam mit Elisa kennen und so wurden alle Neuerungen und Regeln nach und nach erläutert. Die Tiefe, die Eonvár  dadurch bekommt hat mir sehr gut gefallen. Man hat fast das Gefühl man steht in dieser fremden Welt und sieht alle Wunder vor Augen. Aber auch Eonvár  hat andere Seiten, gefährliche Seiten, von denen man auch lesen wird in der Geschichte.

Der Spannungsbogen entwickelt sich zunächst langsam, dann aber immer schneller. Das letzte Drittel habe ich in einem Rutsch gelesen. Hier hätte ich mir zu Beginn gewünscht, dass die Pendelei von Elisa nicht so eine große Rolle spielt. Zwar ist dies für den Fortlauf der Geschichte nicht unwichtig, war mir persönlich aber zu sehr ausgeschmückt. In Eonvár  hätte man sicher das eine oder andere noch erleben können denke ich.

Die Grundidee mit den Portalen in fremde Welten ist zwar nicht neu, aber sie hat hier ein schönes Kleid und eine gelungene Geschichte bekommen, die mich nach Eonvár entführen konnte. Mir hat die Idee von einer Welt der magischen Wesen gefallen fernab von den irdischen Problemen.

Der Romantik-Anteil hat mir auch gut gefallen und ich hätte den beiden an einigen Stellen am liebsten auf die Sprünge geholfen. Einige der Streitigkeiten hätten nicht sein müssen, an anderen Stellen habe ich den Streit aber sehr gut verstanden.

Das Finale hat mich wahnsinnig gefesselt und ich wusste bis zum Ende nicht was genau mich noch erwarten würde. Ein sehr gelungener Abschluss und vor allem ist dies mal wieder ein Buch, das man gut als Einzelband lesen kann, denn die Geschichte von Eonvár und Elisa wird abgerundet zu Ende erzählt. Das hat man heutzutage fast gar nicht mehr und ist für mich mal erfrischend anders. Dennoch war es schade mit der letzten Seite diese Welt verlassen zu müssen und ich hoffe sehr, dass es noch einmal ein Buch über die wunderbare Welt von Eonvár  geben wird.

 

 

 

Eine spannende und fantasievolle Geschichte erwartet euch. Ich würde mich sehr freuen noch einmal etwas von Eonvár  zu lesen. Wer gerne Bücher in Richtung Fantasy, Spannung und Romance liest, die auch mit dem Action-Anteil zu fesseln verstehen, der sollte Eonvár auf jeden Fall besuchen.

Ich vergebe hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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