Die Brautprinzessin ~ William Goldman [Rezension]

 

Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Klett-Cotta
Erscheinungstermin:
ISBN: 978-3-608-96140-9
Preis: 12,00 / eBook: 9,99 €
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Seit Jahren auf Platz 1 der Bestsellerliste des Königreichs Florin

»Die Brautprinzessin« ist ein raffiniertes Abenteuer und eine atemlose, clevere Romanze. Traurig und hinterlistig, verspielt, blutig und zeitlos. Wahnsinnig. Und wunderschön.

Erzählt wird die Geschichte der wunderschönen Butterblume und des Stalljungen Westley, der unsterblich in sie verliebt ist. Die Erzählung von der Bedrohung ihrer Liebe durch Prinz Humperdinck, seine Ritter und Spione ist aber nur eine Geschichte in einem atemberaubenden Spiel von Kürzungen und raunenden Kommentaren.

Quelle Klett-Cotta

 

 

 

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir wahnsinnig schwer. Warum? Ich denke es hängt damit zusammen, dass William Goldman zunächst seine Lebensgeschichte erzählt, in der das Buch die Brautprinzessin eine wichtige Rolle eingenommen hat. Als er dann berichtet, dass er das Buch nie selbst gelesen hat, sondern sein Vater es ihm gekürzt vorlas, erklärt sich seine Enttäuschung über das viel zu lang geratene Märchen von Herrn Morgenstern.

Nach einigen Hochs und Tief seiner Autorenkarriere beschließt er das Buch selbst noch einmal neu zu schreiben. Bis dahin vergehen im Buch viele Seiten, deren Sinn sich mir nicht immer erschlossen hat. Denn eigentlich erwartete ich ein Märchen zu lesen. Ja ein düsteres Märchen, aber keine poetische Abhandlung des Autoren zu seinem Leben.

Doch dann endlich beginnt die Geschichte. Butterblume ist keine normale Prinzessin. Sie wächst in armen Verhältnissen auf und will eigentlich ein Leben mit dem Stallburschen Wesley aufbauen. Doch dann kommt Wesley ums Leben und der Prinz will Butterblume zu seiner Königin machen. Was also bleibt Butterblume übrig als zu folgen?

Der Weg der Prinzessin ist keinesfalls ein typisches Märchen und an einigen Stellen sehr dunkel und böse. Ein Märchen für Erwachsene würde ich sagen. Ich mochte die teilweise trotteligen Charaktere, die mich immer mal wieder zum schmunzeln brachten und auch die endlosen Folterszenen in einem der Abschnitte hat mich nun nicht abgeschreckt. Ich hatte ja auch nicht mit einem Kinderbuch gerechnet.

Allerdings quatscht der Autor des Buches immer wieder dazwischen. So wird erzählt, wie der Vater versucht hat Abschnitte zu überspringen und das Kind (also William) insistiert, dass er alles lesen soll. Solche Szenen haben mich eher aus dem Lesefluss gerissen und ich bin nur dran geblieben, weil das Märchen selbst mir ganz gut gefallen hatte. Ohne die Erzählung der Brautprinzessin hätte ich abgebrochen.

 

 

 

Sprachlich sehr ausgefeilt und das Märchen selbst hat mich gut unterhalten. Das drumherum hätte es für mich nicht gebraucht, da es mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat. Deshalb bin ich sehr hin und her gerissen was das Buch angeht. Das Märchen selbst hätte allein stehend deshalb deutlich mehr Punkte verdient. Da ich mit der Erzählung über Williams Kindheit, Jugend, Ehe etc. aber nicht klar kam und es die Geschichte für mich nicht voranbrachte, sondern nur stets unterbrach, bekommt das Buch nicht die volle Punktzahl. Sehr schade ich hätte etwas anderes erwartet nach dem Klappentext.

Ich vergebe hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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