Dich schickt der Himmel ~ Sophie Kinsella [Rezension]

 

Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: 15.07.2019
ISBN: 978-3442487905
Originaltitel: I Owe You One
Übersetzung: Jörn Ingwersen
Preis: 10,00 € / eBook: 9,99 €
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Fixie führt den Tante-Emma-Laden ihrer chaotischen Familie in London. Für mehr hat sie eigentlich keine Zeit – außer für Ryan, den besten Freund ihres Bruders, zu schwärmen. Als sie den Laptop eines Fremden vor einer einstürzenden Decke rettet, ist das ihre Chance, Ryan nahezukommen. Denn der Jungunternehmer Sebastian besteht darauf, Fixie einen Gefallen für ihre gute Tat zu schulden. Und so bittet sie ihn kurzerhand, den arbeitslosen Ryan einzustellen. Die Bitte stellt sich jedoch als fatal heraus, denn in Sebs Unternehmen zeigt Ryan sein wahres Gesicht. Und so ist es plötzlich Fixie, die dem charismatischen Sebastian einen Gefallen schuldet …

 

 

 

Ich bin ein sehr großer Fan von Kinsellas Büchern und so musste ich natürlich auch zu “Dich schickt der Himmel” greifen. Leider verlief der Lesegenuss nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Doch dazu später mehr.

Kommen wir zunächst zur Handlung des Buches. Fixie Farrr hat eine sehr chaotische Familie, ihr Bruder kehrt nach außen hin immer den großen Geschäftsmann raus und lässt Fixie stets mit einen Gefühl der Unzulänglichkeit zurück.  Fixies Schwesterwürde aus dem Haushaltswarenladen am liebsten ein Yoga-Studio machen und Fixie selbst hat nur Augen für Ryan. Der Freund ihres Bruders hat sie vor einiger Zeit verlassen um sein Glück mit einem Model an seiner Seite in Hollywood zu suchen. Doch ganz so gut klappte das leider nicht und so kehrt Ryan arbeitslos und geschlagen ohne seine Modelfreundin zurück. Nun scheint Fixie wieder gut genug für ihn zu sein und sie lässt sich völlig blauäugig auf ihn ein. Als sie den Laptop eines wichtigen Geschäftsmannes rettet, besteht Sebastian darauf, dass er ihr für diese selbstlose Tat etwas schulden würde. Nun was läge näher als dem Geliebten einen neuen Job in Sebastians Firma zu besorgen. Doch Ryan zeigt in Sebastians Unternehmen sein wahres Gesicht. Und plötzlich schuldet Fixie Sebastian einen Gefallen….

Was mich an der Handlunge in wenig gestört hat, war der langatmige Beginn des Buches. Es passiert auf vielen Seiten leider nur wenig und so dauert es auch bis die Handlung endlich ein wenig an Fahrt aufnimmt. Das bin ich von Kinsellas Büchern eigentlich so gar nicht gewohnt. Dennoch habe ich mir Besserung erhofft und bin dran geblieben, was letzten  Endes dann auch noch ein wenig belohnt wurde.

Fixie selbst hat mich als Protagonistin auch ein wenig genervt, weil sie immer nur an andere denkt und ihre eigenen Bedürfnisse völlig hinten an stellt. Dazu kommt, dass der Name Fixie Programm ist, weil sie alles fix fertig machen will und muss. Und dabei tut sie all dies nur für andere. Wenn es um sie selbst geht, dann kann sie einfach nicht für sich einstehen.  Auch, dass sie Ryan als den Mann ihres Lebens ansieht obwohl er sie schon einmal wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen hat ist für mich unverständlich. Eine erwachsene Frau sollte so viel Verstand haben und Nein sagen können. Doch Fixie ist einfach nur glücklich, dass “ihr” Ryan wieder da ist.

Auch hat mir bei dem Buch die Leichtigkeit und der Witz ein wenig gefehlt, was ich sehr bedauert habe, So blieb Fixie für mich leider ein Charakter ohne die gewünschte Tiefe und ich habe mich etwas gequält mit dem Buch. Nachdem Ryan gefeuert wurde, wird es allerdings ein wenig besser und Fixie entwickelt sich weiter. Diese Entwicklung tut dem Buch sehr gut und so waren die letzten Kapitel dann auch wieder wesentlich besser und die Wortgefechte zwischen den Geschwistern haben über manches Manko hinweggetröstet. Auch die eine oder andere Kundin bringt Schwung in den Laden und das Ende des Buches ist dann wieder so geschrieben, wie man es sich von einem Kinsella erhofft.

 

 

 

“Dich schickt der Himmel” hat mir von Kinsellas Büchern bisher am wenigsten gefallen. Das letzte Drittel ist zwar wieder in gewohnter Kinsella-Manier, aber das hat nicht ganz über den langatmigen Anfang hinwegtrösten können.

Ich vergebe hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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