Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungstermin: 29.09.2025
ISBN: 978-3551254887
empfohlen ab: 7 Jahren
Illustrationen: Valerie Tiefenbacher
Preis: 16,00 €
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Freundschaftsgeschichte mit Sachteil über das Abschiednehmen 
Lizzys Eltern haben ein Unternehmen, das irgendwas mit Autos und Kisten zu tun hat. Langweilig, findet Lizzy, sie mag das wilde Leben. Darum ist sie ja auch Bandenchefin. In letzter Zeit fragt Lizzy sich allerdings, was eigentlich in diesen Kisten drin ist. Mutig und einfallsreich erkunden Lizzy, Mo, Cem, Olga und Fritzi das Bestattungsunternehmen der Eltern, finden Antworten auf Fragen über Abschied und Tod und erfahren die Kraft der Gemeinschaft. Ihre Erkenntnisse schreiben sie auf: Was trägt ein toter Mensch im Sarg, wann kommen die Tränen, wie fühlen sich Verstorbene an? Das alles und mehr steht im Bandenbuch vom Club der kalten Hände.

Quelle: Carlsen

Lizzy weiß nicht viel über die Arbeit ihrer Eltern. Sie vermutet es hat was mit Autos und Kisten zu tun und das findet sie unfassbar langweilig.

Doch eines Tages fragt Lizzy sich was es damit auf sich hat und die Bande rund um Lizzy, die noch aus ihren Freunden Mo, Cem, Olga und Fritzi besteht erkundet das Unternehmen. Sie verstecken sich und beobachten, dass Lizzys Eltern ein Bestattungsunternehmen führen. Die Bande erkundet alle Ereignisse rund um Tod und Trauer und hält diese Erkenntnisse in ihrem Bandenbuch fest.

Wann weinen die Leute? was haben Tote im Sarg an? Wie werden sie auf die Bestattung vorbereitet und wie fühlt sich ein Toter eigentlich an?

Passend dazu nennt sich die Bande dann "der Club der kalten Hände" und nehmen dem Tod sicher etwas von ihrem Schrecken indem am Ende auch noch ein Sachteil auf die Lese*innen wartet. Die Fragen rund um das Thema werden so beantwortet und das Buch ist außerdem sehr bunt und lebendig illustriert ohne dabei in der Darstellung zu explizit zu werden. Damit ist es angemessen für das Lesealter und auch um der Neugier von jungen Menschen in Bezug auf das Thema Rechnung zu tragen.

Auch die Freundschaft der Bande untereinander und das Dasein für Klassenkameraden spielt eine Rolle im Buch.

Die Autorin ist selbst Bestatterin und hat das Thema sehr gut aufgearbeitet für die Kleineren. Dennoch fand ich es etwas schwierig, dass die Kinder sich quasi im Bestattungsinstitut verstecken und so hinter einem Sessel einer Trauerfeier beiwohnen. Auch dass sie einfach so, wenn Lizzys Eltern nicht da sind durch das Institut wandern und ihren Nachforschungen folgen können empfand ich als etwas unglücklich dargestellt. Die Rolle der Erwachsenen in diesem Trauer und Aufklärungsprozess liegt so quasi bei Null und ich finde Lizzys Eltern hätten hier gerne mehr eine tragende Rolle übernehmen können.

Natürlich ist es deutlich besser, als wenn Kinder absolut gar nicht darauf vorbereitet werden. Doch für mich ist es ein Kritikpunkt, den ich an dieser Stelle einfach anbringen muss, da Kinder das nicht auf eigene Faust erforschen sollen müssten.

Der Sachteil am Ende des Buches ist wieder sehr gelungen. Hier werden viele Fragen geklärt, wie zum Beispiel warum sich Menschen nach der Trauerfeier gern zum Kaffee zusammensetzen und Geschichten rund um den Verstorbenen auszutauschen und wie das den Menschen bei der Bewältigung der Trauer hilft.

Ein wichtiges Buch zu einem Thema, bei dem es nur wenig Literatur gibt. Gerade im Sachbuchbereich ist mir hier nichts bekannt und auch für die Altersgruppe leider nur wenig. Deshalb finde ich es trotz meiner kleineren Kritik empfehlenswert und man sollte das Buch gemeinsam mit ihren Kindern lesen, da das Thema durchaus auch Emotionen auslösen kann, bei denen die Kinder nicht allein sein sollten.

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