Das Juwel der Finsternis 1 ~ Mara Lang [Rezension]

 

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Drachenstern Verlag
Erscheinungstermin: 12. September 2019
ISBN: 978-3956691201
Preis: 12,95 € / eBook: 7,99 €
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  1. Das Juwel der Finsternis
  2. Teil 2 kommt im Frühjahr 2020 (Titel noch unbekannt)

 

 

 

Die Sklavin Kea hat eine mächtige Gabe: Sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. In den Dienst der Königsfamilie gestellt, soll sie dazu ausgebildet werden, die Feinde der Herrscherin zu manipulieren. Bald weckt sie das Interesse des Rittmeisters bei Hofe. Und obwohl sie einem anderen versprochen ist, fühlt sie sich zu dem mysteriösen Mann hingezogen. Doch der Konflikt zwischen den Völkern droht zu eskalieren, und Kea will nicht zum Spielball werden – sie plant ihre Flucht …

 

 

 

Als ich den Klappentext dieses Buches gesehen habe, war mir klar, dass ich das neue Werk von Mara Lang unbedingt auch lesen möchte. Ein historisch angehauchtes Setting mit Fantasy-Elementen habe ich erwartet und auch bekommen.

Es gibt verschiedene Erzählperspektiven. Es gibt immer wieder mysteriöse Zeilen am Kapitelanfang, die zwar viele Vermutungen anfeuern, aber deren Lösung ich nicht näher gekommen bin. Diese Zeilen machen immer wieder neugierig darauf, wer noch in die Gecshichte involviert sein könnte. Ich hoffe hier wird der zweite Band meine Idee bestätigen oder aber völlig verwerfen. Wahrscheinlich liege ich hier ohnehin komplett falsch.

Dann steigt man in die Handlung des Buches ein. Man erlebt wie grausam die Welt ist, in der Kea lebt. Die Sklaven schuften in den Minen und haben niemals die Chance das Tageslicht zu sehen. Kea kann allerdings die Gedanken anderer beeinflussen und so landet sie plötzlich als Sklavin im Königshaus. Doch sie hat mit ihrem Liebsten schon die Flucht geplant. Dass sie nun in einem hochgesicherten Palast festsitzt erschwert die Flucht sehr.

Neben Kea wird die Geschichte noch aus Sicht des Rittmeisters erzählt und aus Sicht von Keas Liebsten Narkush.   So bekommt man als Leser einen guten Überblick darüber wie das Leben in dieser Welt ist. Wie der Rittmeister das Leben bei Hofe empfindet, wie Kea als Sklavin lebt und wie Narkush versucht als Rebell sein Volk zu befreien.

Dabei wurde man als Leser ganz allmählich mit Informationen gefüttert zu dieser Welt, den Mythen und dem Leben dort. Dadurch haben sich die Informationen nahtlos in die Geschichte eingefügt. Nach einiger Zeit nimmt die Geschichte immer mehr an Fahrt auf. Die Konflikte spitzen sich zu und auch die Liebesgeschichte macht die Handlung wahnsinnig spannend.

Kea ist als Hauptcharakter zwar sympathisch, blieb für mich aber eine ganze Weile distanziert. Ich habe einen ganzen Moment gebraucht bis ich den Draht zu ihr fand und diese Verbindung zu Narkush nachvollziehen konnte. Die beiden haben sich ja die letzten Jahre nur durch ein Loch in der Decke der Höhlen gesehen für ein paar Minuten am Tag und da blieb es mir ein wenig verweht die Tiefe der Gefühle nachzuvollziehen. Dazu kam, dass Kea zuerst ganz genau weiß was sie will, dann aber plötzlich wieder schwach und wankelmütig wirkt. Nach ein paar Kapiteln wurde dieser Eindruck bei mir aber bedeutend besser und ich habe ihre Reaktionen verstehen können.

Wenn man allerdings erst einmal einen Draht zu den Protagonisten hat und sich voll und Ganz darauf einlässt, dann wird man sehr schnell in den Bann des Buches gezogen. Ich konnte das Buch ab einem gewissen Punkt gar nicht mehr aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen wie es weiter geht.

Der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen und ich habe mich nach meinen kleineren Anfangsschwierigkeiten komplett in diese neue und unbekannte Welt fallen lassen können. Das Setting hat mir auch sehr gut gefallen und wirkte wie eine historische Welt im hier und jetzt, allerdings gab es viele Fantasyelemente und eine neue Gesellschaftsform, die dafür sorgten, dass die Realität nur eine Basis blieb. Die fantasievollen Namen der handelnden Personen und deren Fähigkeiten und Besonderheiten haben das Setting zu etwas greifbarem und erlebbarem gemacht. Dies ist der Autorin wahnsinnig gut gelungen. Auch der Spannungsbogen hat sich langsam entwickelt und wurde dann zunehmend stärker.

Das Juwel der Finsternis bekommt auch noch eine Erläuterung. Man erfährt im Laufe des Buches was es mit dem Juwel auf sich hat und warum das Buch so genannt wurde. Deshalb gehe ich darauf nicht weiter ein.

Das Buch selbst hat im hinteren Teil ein Namensregister mit kurzen Erläuterungen zu den handelnden Personen und ein Lesezeichen zum Heraustrennen ist auch enthalten. Das Juwel auf dem Cover ist ein wenig erhaben gedruckt und sehr hochwertig verarbeitet.

 

 

 

Ein gelungener Auftakt und ein sehr spannendes Ende sorgten dafür, dass ich unbedingt wissen möchte wie es weiter geht und wer hinter diesen mysteriösen Zeilen steckt. Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich sehr auf Teil 2.

Ich vergebe hier:

 

 

 

 

 

 

 

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