Caspar und der Meister des Vergessens ~ Stefanie Taschinski [Rezension]

 

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Oetinger
Erscheinungstermin: 24. Oktober 2016
ISBN: 978-3789104268
Illustrator: Cornelia Haas
empfohlenes Alter: ab 10 Jahre
Preis: 14,99 Euro / eBook: 12,99 Euro
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Inhalt: 

Zuerst glaubt Caspar noch nicht was er erlebt. Nach der Neujahrsnacht ist sein Bruder Till verschwunden, aber seine Eltern suchen ihn nicht. Sie scheinen vergessen zu haben, dass es Till gibt. Doch wo ist der kleine Bruder von Caspar und Greta? Was ist geschehen? Und wie konnten die Eltern ihr jüngstes Kind vergessen?

Rezension:

Caspar ist 11 Jahre alt, seine Schwester Greta 13 und sein kleiner Bruder Till ist mit 6 Jahren das Nesthäckchen der Familie. Sie sind alle Kinder der berühmten Puppenspielerfamilie aus Kopenhagen. Die Familie betreibt seit Generationen ein Puppentheater, das mit immer neuen Ideen stets zu den erfolgreichsten der Welt gehört. Die Vorstellungen sind ausgebucht und jedes neue Thetaterstück wird sehnsüchtig vom Publikum erwartet. Die Geschwister sind sehr herzlich im Umgang miteinander und die beiden Großen kümmern sich abwechselnd um Till. Doch in  der Neujahrsnacht ist Till plötzlich verschwunden. Sein Zimmer ist ein Raum für Putzutensilien und auch von den Fotos ist er wie weg gewischt. Caspars Eltern haben völlig vergessen, dass Till jemals existiert hat. Nur Caspar und Greta erinnern sich noch und so begeben sich die beiden auf Spurensuche. Diese Jagd nach dem Kleinen Bruder wird bald auch Caspar in große Gefahr bringen. Werden die beiden Till retten können? Was ist mit Till geschehen und warum? Und wer ist der Meister des Vergessens?

Schon der Buchtitel macht direkt neugierig auf den Inhalt. Nachdem ich “Funklerwald” von der Autorin bereits gelesen hatte, musste ich das neue Kinderbuch von ihr unbedingt auch lesen. Jedes Kapitel ist mit einer Illustration versehen, die jeweils zur Handlung des Buches passt. Solche kleinen Illustrationen mag ich persönlich immer sehr gerne.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Man lernt zunächst Caspars Familie kennen und erfährt einiges über das Leben der Protagonisten. Danach geht es recht schnell mit dem Neujahrsmorgen weiter und Tills Verschwinden. Ab diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr möglich das Buch wegzulegen. Ich war von der Handlung gefesselt und besonders die etwas düsteren Fantasy-Elemente haben mir gut gefallen. Auch der Zusammenhalt der Familie und die Bereitschaft etwas zum Wohle des anderen zu riskieren war sehr beeindruckend und eine wichtige Grundaussage des Buches.

Der Schreibstil ist sehr gut und angenehm zu lesen. Die Handlung lässt sich so auch für die jungen Leser sehr  gut nach verfolgen. Einige Zusammenhänge bleiben jedoch noch verborgen bis zum Finale. Der Showdown ist sehr emotional, spannend und mitreißend.

Die Handlung ist düsterer als bei Funklerwald und deshalb auch erst ab 10 Jahren geeignet. Manchmal wird es im Laufe der Erzählung schon etwas gruselig wie zum Beispiel zu Beginn als Till noch da ist und Caspar eine Marionette ohne Kopf zugesteckt bekommt. Die jungen Leser sollten also leicht schaurige Geschichten mögen.

Fazit:

Eine grandiose, etwas düstere Fantasy für junge und jung gebliebene Leser. Mich konnte Caspar restlos überzeugen und fesseln.

Ich vergebe hier: ★★★★★

 

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