Bonnie Propeller ~ Monika Maron [Rezension]

 

Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe
Erscheinungstermin: 02.12.2020
ISBN: 978-3455011616
Preis: 15,00 € / eBook: 12,99 €
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„Ich saß verloren in meiner Wohnung und fragte mich, was ich hier eigentlich sollte. Mein Hund war gestorben und hatte mich in die Einsamkeit entlassen. Ich brauchte einen neuen Hund.“

Die unvergessliche Geschichte von Bonnie Propeller, dem Hund mit den zwei Namen, handelt von unerfüllbaren Erwartungen und unverhofftem Glück; von Freude, Liebe – und von der selbst verordneten Notwendigkeit, dreimal am Tag das Haus zu verlassen.

Quelle Hoffmann und Campe Verlag

 

 

 

Bonnie ist ein Adoptivhund aus Ungarn, der den verstorbenen Rüden von Frau Maron ersetzen soll. Und genau daraus entsteht ein Problem, welches für mich keines wäre. Doch dazu komme ich gleich. Frau Maron möchte ihren alten Gefährten ersetzen, wie auch schon den Hund davor nach seinem Ableben. Auf Bruno folgte Momo und auf Momo nun Propeller. Der Name missfiel der Autorin von Anfang an und so wurde Propeller zu Bonnie.

Was mich wirklich gestört hat war, dass sie immer wieder erwähnt wie hässlich, struppig und seltsam der Hund Bonnie doch ist. Sie vergleicht sie immer wieder mit ihren Vorgängern. Dass diese Rüden waren und einer ganz anderen Rasse Hund angehörten spielt da keine Rolle. Und nicht nur, dass sie den neuen Hund als struppiges Etwas sieht, das die Bezeichnung Hund nicht verdient. Sie weint sogar mehrfach, weil sie sich mit Bonnie ja nicht blicken lassen könne.

So übersieht sie sehr lange, was für eine tolle, intelligente und liebenswerte Gefährtin ihr mit Bonnie gegeben wurde. Die beiden wachsen zwar am Ende noch zusammen, aber das Buch ist ein einziges Jammertal über einen hässlichen Hund.

Ich denke nicht, dass sie schlecht zu dem Hund war. nein, die kümmert sich und am Ende wird auch alles gut. Aber dieses “Ich streichelte den Hund drei Tage lang und währenddessen steigerte sich meine Enttäuschung zur Verzweiflung”….. war mir einfach zu viel. Wenn ich einen bestimmten Hund möchte, dann muss ich direkt in einem Tierheim schauen oder aber zu einem Züchter gehen. Ein Hund ist kein Dekorations-Objekt und muss genauso weinig einem Ideal optisch entsprechen wie ein Mensch. Mich hat diese Oberflächlichkeit gestört.

Und auch, wenn es am Ende ein Arrangement gibt, fehlt mir doch die Herzlichkeit und Zuneigung, die man einem Weggefährten entgegen bringt.

 

 

 

Insgesamt habe ich eigentlich eine Rührende Novelle über einen Hund erwartet, der ein neues zu Hause findet und das Herz der Ich-Erzählerin gewinnt. Bekommen habe ich viel Selbstmitleid und Enttäuschung über die Optik des Hundes. Leider habe ich mir hier etwas anderes vorgestellt und deshalb hat mich die Novelle auch nicht überzeugen können.

Ich vergebe:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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