Blogtour – Der König der Gaukler – Im Folterkeller…..

Herzlich willkommen ihr jungen Folterknechte! 

 

Heute werde ich euch die Handwerkskunst des richtigen Folterns beibringen an einem Angeklagten, der zu Recht in unserem dunkelsten Kerker auf seine Vernehmung wartet.

Der Angeklagte wird der Volksbelustigung bezichtigt und wir müssen dieser Schändlichkeit Einhalt gebieten!

Er hat sich schuldig gemacht der Spionage in unseren Gemächern und des Weitergebens unserer größten Geheimnisse. Das möchte der König unterbinden. Er wird durch uns alle notwendigen Informationen aus dem Unhold herausquetschen und ihn dann seiner gerechten Strafe zuführen!

Lasset uns nun die steinernen Stufen in meine Arbeitsräume hinabsteigen, damit ihr seht wie es denjenigen ergeht, die sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben!

Dies ist der Unruhestifter, der durch Volksbelustigende Werke das Volk gegen den König aufzuhetzen versucht. Doch das werden wir ihm austreiben! Zu diesem Zwecke haben wir ihm einen ganz besonderen Stuhl bereit gestellt auf dem er sich unserem Verhör unterziehen muss.

Doch nun tretet ein und sehet den Unhold:

 

 

Das Verhör: 

 Gestehen Sie sofort, wie sie auf die Idee kamen, Volksbelustigung zu betreiben? Und dann noch unautorisiert und ohne Genehmigung des Königs! Haben Sie diesen perfiden Plan etwa ihr ganzes Leben lang ausgeheckt?


Ja, ich gebe es zu. Ich belustige bereits seit einigen Jahren das Volk, die Geschichten dafür stecken schon seit jeher in meinem Kopf. Nur habe ich mit der modernen Technik und somit abseits des Klerus begonnen, sie aufzuschreiben, um sie den Bürgern zugänglich zu machen. Das war vor drei Jahren. Das erste Buch war „Stadt der tausend Könige“, ein Roman, auf den die heilige Kirche ohnehin argwöhnisch schaut …

 

In welchem Umfang haben Sie sich auf diese Ungeheuerlichkeit vorbereitet und wie genau haben Sie uns ausspioniert, ehe Sie in so schändlicher Weise aktiv wurden?

Es war sehr umfangreich. So sehr, dass ich für das Ausspionieren und dem Nachlesen etwa die gleiche Zeit stecken musste wie für das Schreiben selbst. Glücklicherweise sind die Themen, die ich nachlesen musste, hervorragend archiviert und jedem Bürger frei zugänglich. Das hat mir die Arbeit enorm erleichtert, aber auch gleichzeitig erschwert, denn wenn jedem Bürger die Hintergründe zugänglich gemacht werden, muss ich aufpassen, keine Fehler zu begehen. Das kann sehr schnell passieren.

Insgesamt benötigt ein historischer Roman in allem etwa ein Jahr, eher länger.

 

Wann kamen Sie auf die hinterhältige Idee, ihre Volksbelustigung auch in anderen Richtungen zu betreiben und sich dafür auch noch falsche Identitäten zuzulegen? Die fantastischen Spinnereien von Lani Sommerfeld und die kriminellen Handlungen von Oliver Pätzold haben doch auch Sie verbrochen! Ist Andreas Otter überhaupt ihr echter Name?

Um mich den Klauen der Stadtwache zu entziehen, musste ich meinen Echtnamen Andreas Otter in anderen Romanbereichen ändern. Lani Sommerfeld sollte eher die weibliche Seite ansprechen, in einem Lesefeld, das sich fernab der heiligen Worte befindet und den modernen Namen „Fantasy“ trägt. Um Mord und Totschlag zu beschreiben, befand ich einen männlichen Namen für geeigneter. Nun sind meine Namen in diese Bereiche verknüpft, leider sind mir aber die königlichen Schergen längst auf die Spur gekommen. Deshalb wird es keinen zusätzlichen Bereich mehr geben, und somit auch keinen weiteren Namen. Historische Romane sowie „Dystopien“ werden meine beiden Säulen bleiben, in denen ich veröffentliche.

 

Sie haben bereits als Wandererzähler in zahlreichen Ländern ihr Unwesen getrieben. Wo genau haben Sie ihre Schandtaten verübt und welche Erkenntnisse haben Sie über diese Ländereien gesammelt?

Ich habe den nordamerikanischen Kontinent von Kanada bis Mexiko sowie den südamerikanischen von Venezuela bis Südbrasilien erkundet, dazu gesellen sich mehrere Reisen in Nordafrika. Gerade das Land der Pyramiden war Wiege für meinen Roman „Der Fischer und die Königin“ und auch für die Erlebnisse von Richard in der „Stadt der tausend Könige“.

Diese Reisen haben mich aber auch als Mensch geformt, gerade die vielen Begegnungen mit den Menschen waren zum allergrößten Teil sehr wertvoll und haben mir sehr viele Türen geöffnet. Beeindruckend ist die Zufriedenheit der Menschen, die in Armut leben. Diese Menschen zeigten oftmals die größte Hilfsbereitschaft und Herzenswärme.

 

Planen Sie ihre Volksbelustigungen akribisch bis ins kleinste Detail oder erzählen Sie einfach drauf los und schauen, was dem Volk gerade so gefallen könnte?

Ich habe meistens einen roten Faden, an den sich während des Schreibens Zusatzgeschichten anheften, neue Protagonisten oder auch eine Änderung der zuvor entwickelten Ideen. Je nach dem ist eine Geschichte schon beinahe geistig ausgearbeitet, ich habe aber auch schon eine Geschichte veröffentlicht, bei der nur die Grundidee vorhanden war. Manchmal ist es erstaunlich, wie viel sich während des Schreibens fügt.

Offenbaren Sie mir sofort, wo Sie ihre schändlichen Werke anfertigen, damit wir diesen Ort davon reinigen können!

In meinem Arbeitseck im Teil des Wohnbereichs meiner geheimen Burg. Dort stehen die modernen Scheibgeräte, die man „Rechner“ und „Bildschirm“ nennt. Dort kann mich auch mein Kind immer wieder stören, wenn es mit mir spielen will 🙂 

Welche Figur aus Ihrem gerade aufgeführten Stück halten Sie für besonders gelungen? Welche unserer städtischen Persönlichkeiten wollten Sie damit aufs Korn nehmen?

Da sind diesmal zwei weibliche, nämlich Katharina und Mirjam. Katharina, weil sie für mich den Inbegriff von Treue und Freundschaft beinhaltet. Sie versucht, die Gruppe zusammenzuhalten und hat eine angenehme, pragmatische Art.

Mirjam steht für mich nicht nur für das Leid, das ein Mensch ertragen kann, sondern auch dafür, nie die Hoffnung aufzugeben. Sicherlich ist sie auch ein Synonym für die jüdische Gesellschaft.

 Ich bin mir sicher, dass Ihre Vorlagen ein reges Interesse daran haben, Sie zu treffen. Welche wäre Ihnen dann am liebsten? Dass sie am Ende des Treffens gerädert werden, sollte Ihnen allerdings klar sein. Bleibt nur die Frage, wem die Ehre zu Teil wird, es dem Volk zu verkünden.

Das sind mehrere. Ich würde am liebsten Richard und Ali („Stadt der tausend Könige) treffen, mit denen ich in einem der Cafés in Kairo sitzen möchte, Nefertari und Hori („Der Fischer und die Königin“), die mit mir eine Nilreise unternehmen sollen, Sarah („Die Letzten“), die ich einfach nur festhalten möchte, und Simon („Der König der Gaukler“) treffen. Simon könnte mich vermutlich mit einer spektakulären Feuersbrunst vor dem Tod durch Rädern befreien.

Ehe wir Sie allerdings rädern, gewähren wir Ihnen, statt eines Henkersmahls, die Möglichkeit, ein letztes Buch zu lesen. Welches soll Ihnen der Bibliothekar bringen?

Da nehme ich ganz frech drei, falls es mir gewährt wird. Den „Medicus“ von Noah Gordon, „Siddhartha“ von Hermann Hesse und „Sinuhe, der Ägypter“ von Mika Waltari. Die haben mich am meisten beeindruckt.

Sicherlich haben Sie bereits begonnen, Ihr nächstes Verbrechen vorzubereiten. Gestehen Sie uns also sofort, was Sie ausgeheckt haben.

Ja, im Geheimen meiner Kammer entsteht gerade der nächste Katastrophenthriller von Oliver Pätzold. Wieder muss eine Familie um ihr Überleben kämpfen, diesmal aber getrennt voneinander und mit einem anderen Hintergrund, denn eine Pandemie spielt diesmal keine Rolle.

Und jetzt bitte ich Euch, mich zu entschuldigen, ich suche nun den Aborterker auf. Ich sehe noch Möglichkeiten, mich der Vollstreckung des Urteils zu entziehen. Und wenn nicht, wart Ihr der letzte Mensch, der meine Worte aufnehmen konnte.

Gehabt Euch wohl!

 

Ich hoffe meine Demonstration hat euch beeindruckt und ihr wisst nun wie man mit diesen Missetätern zu verfahren hat. Volksbelustigung ist eine ernst zu nehmende Sache. Warten wir ab welches Urteil der König verkünden wird und ob der Schreiber gerädert werden wird! Folgt mir nun hinaus aus dem Folterkeller und sehet was euch zum Ende der Befragung erwartet: 

 


Ihr könnt grandiose Preise gewinnen, die euch helfen werden die Straftaten des Andreas Otter selbst zu sichten und euch ein Urteil zu bilden.

Ganze 3 Stück wurden von unserem König dafür nicht den Flammen übergeben!

Und vor dem Empfang seines Urteils hat der Angeklagte noch eine Signatur für euch hinterlassen in dem Werk.

Um zu erkennen wer würdig ist diesen Preis zu erhalten, müsst ihr nur eure meinung in den Kommentaren zu folgender Frage kundtun:

Warum möchtet ihr einen Blick in das Werk werfen, welches die Befragung unter Folter zur Folge hatte?

An jedem Tag wurde euch eine neue Frage gestellt. Beantwortet ihr diese auf jedem der Blogs, erhaltet ihr ein Los an jedem Tag der Tour. Ihr könnt also 5 Lose sammeln. Das Gewinnspiel endet am 19.02. um 23:59 Uhr. Hier findet ihr die Teilnahmebedingungen.

 

Wer nun die übrigen Beiträge nicht kennt, der Mache sich schleunigst auf den mühsamen Weg durch die unendlichen Weiten des Internets und schaue sich die informativen Beiträge genauer an.

14. Februar 2018   Wir bieten feil… bei Anna von Passion4Books

15. Februar 2018 Zu Besuch beim Feuerspektakel bei Jessica von Bücher-Liebe

16. Februar 2018 Die Krankheit des Teufels bei Daniela von Buchvogel

17. Februar 2018 Warum man mich vertreibt… bei Nadja von den Bookwormdreamers

18. Februar 2018 hier bei mir 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Bildquellen: Banner, Autorenfoto und Foto des Gewinns – Andreas Otter, Die Bilder des Klellergangs und des Folterstuhles stammen von Pixabay und sind zur freien Nutzung.

 

 

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