Am Ende sterben wir sowieso ~ Adam Silvera [Rezension]

 

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Arctis Verlag
Erscheinungstermin: 21.09.2018
ISBN: 978-3038800194
Übersetzung: Katharina Diestelmeier
Originaltitel: They Both Die at the End
empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis: 18,00 € / eBook: 13,99 €
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Rufus und Mateo erhalten beide am 05. September den gefürchteten Anruf der “Death Cast”. Deren Aufgabe ist es die menschen anzurufen und ihnen mitzuteilen, dass sie am gleichen Tag noch sterben werden. Noch kennen sich beide nicht, aber aus unterschiedlichen Gründen beschließen sie die App “Letzte Freunde” zu nutzen und an ihrem letzten Tag einen neuen Freund zu finden. Auf diesem Weg werden beide sich begegnen um gemeinsam ein letztes großes Abenteuer zu erleben. Und um gemeinsam ein ganzes Leben an einem einzigen Tag zu verbringen.

 

 

 

Mateo wird heute sterben. Das hat ihm die Todesbotin mitgeteilt am Telefon. Er ist gerade einmal 18 Jahre alt und fühlt sich noch viel zu jung zum Sterben. Rufus ist erst siebzehn und auch er bekommt den gefürchteten Anruf.

Die Todesboten der “Death Cast” rufen immer zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens an um mitzuteilen, dass man noch an diesem Tag sterben wird. Wer keinen Anruf bekommt, der wird an diesem Tag auch nicht sterben. Die Industrie hat sich an diese Art der Vorhersage angepasst und es gibt viele Boni für die Menschen, die einen Anruf erhalten haben. Spezielle Veranstaltungen, Rabatte und auch die Möglichkeit im Internet seinen letzten Tag zu posten. Dazu gibt es die App “Letzte Freunde” für Menschen, die sich einsam fühlen und niemanden haben, der ihnen am letzten Tag zur Seite steht. Hier kann man eintragen ob man Todgeweiht ist oder nicht und es funktioniert wie eine Kontaktbörse, da man per Nachricht den anderen kontaktieren und sich verabreden kann, wenn man das möchte.

Mateo und Rufus treffen aufeinander und, so unterschiedlich sie auch sind, finden sie doch viele Dinge in denen sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen können. Beide Protagonisten haben ihre guten und schlechten Seiten. Sie sind dadurch sehr authentisch, weil man all ihre Stärken und Schwächen kennen lernen kann im Laufe der Geschichte. Das machte für mich alle Emotionen und Handlungsverläufe noch nachvollziehbarer und besser greifbar.

Die Frage was man genau tun würde, wenn man nur noch einen Tag zu leben hat, ist eine der spannendsten Fragen der Welt und gleichzeitig sehr berührend. Denn ich selbst möchte nicht vorher wissen wann genau mein Tod mich ereilen wird. Die ganzen unerledigten Dinge, Abschiede von geliebten Menschen und so weiter, würden mich in ein tiefes Loch fallen lassen. Ich finde es besser nichts vorher zu wissen.

Adam Silvera versteht es mit einem einfühlsamen und berührenden Schreibstil ales so zu verpacken, dass dahinter noch die eine oder andere wichtige Nachricht steckt, die man auch auf das eigene Leben anwenden kann. Im letzten Drittel gab es für mich dann kein Halten mehr. Ich habe das Buch komplett inhaliert und war so berührt, dass ich weinen musste. Einfach unfassbar gut geschrieben und umgesetzt ohne dabei zu kitschig oder zu pathetisch zu werden.

Das Cover wurde aus dem Original übernommen und ich finde es passt ganz wunderbar zur Geschichte. Man sieht gleich, dass es sich um ein ruhigeres Buch handelt und das dunkle Blau sowie die schwarzen Silhouetten davor machen richtig neugierig auf die Geschichte.

 

 

 

Dies ist sicherlich kein Buch für zwischendurch. Es wird ergreifend, traurig und tragisch werden. Doch es ist so fesselnd, berührend und mit Denkanstößen versehen, dass sich dieses Buch in mein Herz geschlichen hat. Ich kann euch das Buch nur empfehlen.

Ich vergebe hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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