Als das Böse kam ~ Ivar Leon Menger [Rezension]

 

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungstermin: 20.07.2022
ISBN: 978-3423263399
Preis: 15,95 € / eBook: 12,99 €
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Sie leben in völliger Isolation tief in den Wäldern einer kleinen Insel: Mutter, Vater und zwei heranwachsende Kinder in einer Blockhütte, das Festland ist in der Ferne kaum sichtbar. Die 16-jährige Juno und ihr Bruder verbringen die Zeit mit Fischfang, Kuchenbacken und sonntäglichen Gesellschaftsspielen. Und in ständiger Angst. Denn schon auf der anderen Uferseite lauert das Böse. Fremde können jederzeit auftauchen. Und die wollen Rache nehmen für etwas, das der Vater ihnen vor langer Zeit angetan haben soll. Die Fremden werden kommen, um die ganze Familie auszulöschen. Aus diesem Grund hat der Vater einen geheimen Schutzraum gegraben. Dort können sie sich sicher fühlen. Noch …

Quelle dtv Verlagsgesellschaft

 

 

 

Schon ganz zu Beginn merkt man, dass auf dieser Insel etwas nicht stimmen kann. Vater Mutter und die zwei Kinder leben dort in völliger Isolation. Soweit noch nicht verdächtig. Allerdings haben beide Kinder nicht nur heimunterricht, sondern sie müssen sich auch verstecken wenn Onkel Ole kommt Montags und die Zeitung bringt. Auf keinen Fall darf Onkel Ole wissen, dass die beiden Kinder mit im Haus leben, da er sie sonst an die Fremden verraten könnte. Und diese wollen ihren Vater, Mutter, den Bruder Boy und auch Juno töten. Um die Familie zu schützen müssen Boy und Juno ein Geheimnis bleiben.

Doch der geheime Schutzraum ist nicht so sicher, wie früher. Und schon bald kann sich die Familie nicht mehr sicher fühlen…

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir wahnsinnig leicht und ich habe sehr schnell in die Geschichte hineingefunden. Juno will immer nur das Beste für ihre Familie. Dennoch ist Juno auch 16 Jahre alt und hinterfragt langsam ihr Leben. Warum will ihre Familie am Spielenachmittag nir Risiko spielen? Und welche Länder sind auf diesem Spielbrett abgebildet? Wo findet Juno die Nord- und die Südlande von denen ihre Eltern erzählen. Die Fremdlinge kommen doch aus den Südlanden und wollen ihre Familie töten. Welches Geheimnis steckt hinter all dem?

Manchmal habe ich den Spannungsbogen zu Beginn ein wenig vermisst. Sonst geschieht bei Ivar Leon Menger Büchern schon zu Beginn etwas, das mich direkt fesselt. Es dreht sich viel um Junos Fragen, die dann doch nicht beantwortet werden und Juno reiht sich wieder ins Familiengefüge ein. Erst ab der Hälfte circa nimmt das Buch wirklich an Geschwindigkeit auf und entwickelt sich immer besser.

Juno ist als Protagonistin manchmal wahnsinnig naiv und das lies mich ab und an mit den Augen rollen. Allerdings dachte ich mir dann: sie ist gerade 16 und hat ihr ganzes Leben mit Bruder und Eltern in der Waldhütte verbracht. Abgeschottet von der Außenwelt. Das erklärt ihre Handlung dann doch meistens.

Wen ich nicht verstanden habe ist der Polizist, der ebenfalls eine Rolle spielt. Er verhält sich absolut gar nicht wie ein erwachsener Mann und schon gar nicht als wäre er Teil der Polizei. Ihn empfand ich als wahnsinnig unrealistisch leider.

Das Finale ist dann auch nochmal einen Touch anders als ich es zunächst vermutet hatte. So hat mich Ivar Leon Menger noch einmal sehr gut überraschen und mit auf die Reise nehmen können.

Als das Böse kam ist ein in sich abgeschlossener Roman, der zu Beginn noch nicht ganz überzeugen konnte trotz ein paar Spannungsmomenten. Doch dran bleiben hat sich definitiv gelohnt, denn am Ende wird es deutlich besser.

Sehr schön finde ich auch, dass man erst mit Juno zusammen alles aufdeckt und so während des Lesens gut abgeholt wird.

 

 

 

Insgesamt hat mir das Buch ein paar tolle Lesestunden beschert. Die erste Hälfte hat sich allerdings etwas gezogen. Durchhalten lohnt sich hier jedoch, denn das Ende ist definitiv was Anderes als ich erwartet hatte. Ivar Leon Menger ist jedenfalls ein Autor, der es versteht vom Standard abzuweichen.

Ich vergebe hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

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