Aera – Die Rückkehr der Götter ~ Markus Heitz [Rezension]

 

Taschenbuch: 784 Seiten
Verlag: Knaur TB
Erscheinungstermin: 02. November 2015
ISBN: 978-3426518618
Preis: 9,99 Euro / eBook: 9,99 Euro
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Inhalt:

Im Jahr 2019 hat sich alles verändert, denn die Götter sind zurück. Alle Götter -- bis auf einen….. Denn während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich. Die einst mächtigsten Religionen der Welt werden nur noch belächelt.

 

Rezension:

Inmitten einer völlig neuen Weltordnung, ist ausgerechnet ein Atheist, Malleus Bourreau der bei Interpol ermittelt wahnsinnig erfolgreich in seinem Job. Er löst die schwersten Fälle aufgrund seiner Skepsis gegenüber den realen Entitäten. Er soll den Diebstahl von 9 Artefakten untersuchen. Da er hierbei aber weltweit in jeder Episode noch einen anderen Fall zu lösen hat unterstützt in Marianne Lagrande, die zwar als Assistentin bei Malleus angestellt wird, doch zunehmend engagiert sich Marianne weit darüber hinaus.

Der Sinn der Artefakte erschließt sich erst recht spät im Buch und so erfährt man Stück für Stück an Malleus und Mariannes Seite immer ein Häppchen mehr und es bildet sich ein gut durchdachter Hintergrund.

Was mich ein klein wenig gestört hat war die schiere Masse an Entitäten mit denen  ich mich beim Lesen tatsächlich etwas überfordert gefühlt habe. Natürlich schaut Malleus vieles auf seinem PDA nach und man bekommt erklärt wer zu wem gehört. Doch, wenn nach mehreren Episoden eine Figur aus einer Episode vom Anfang auftaucht, so war mir die Beschreibung schon nicht mehr so präsent. Deshalb verwischten die einzelnen Entitäten für mich leider an einigen Stellen was ich sehr schade fand, da Markus Heitz das Setting von Aera und die Zusammenhänge wirklich grandios erdacht hat.

 

Dann wechselt Malleus ständig die Culebra-Zigarren was sich an der Banderole festmachen lässt. Es wird zwar immer gesagt welche Banderole er gerade an der Zigarre hat, doch was das nun für eine Bedeutung hat wusste ich nicht. Erläutert werden die Farben auch nicht und so bleibt die Frage was welche Zigarre für Malleus bewirkt leider ungeklärt im Buch. Dazu kommt, dass Malleus wahnsinnig viel raucht und gefühlt auf jeder 2. Seite das Wort Culebra fällt. Hier wäre für mich eine weniger präsente Zigarre nicht ganz so nervig gewesen. So fragte ich mich gelegentlich ob Malleus noch etwas anderes tut als rauchen in jeder freien Sekunde. Auch Malleus Bart hatte ich nicht bildlich vor Augen bis ist google gefragt hatte was nun ein Fu Manchu Bart ist. Über den streicht Malleus sich nämlich ständig und da ich gern alles im Kopfkino vorstellbar und greifbar habe half mir ein Bild dieses Bartes ungemein.

Aera war ursprünglich als Episodenroman angelegt und gliedert sich in 10 einzelne Teile. In jeder Episode wird ein Kriminalfall von Malleus behandelt und übergeordnet werden die Episoden verknüpft von der Geschichte rund um die Artefakte. Dadurch ergibt sich zum Ende des Buches ein Gesamtbild.

Mich hat die Idee der neuen göttlichen Aera überzeugen können und auch die Handlung war durch die einzelnen Kriminalfälle spannungsreich, dennoch bleiben meine Kritikpunkte übrig, die mich immer wieder ein wenig rausgebracht haben aus dem Lesen.

Fazit:

Ein tolles und geniales Setting, das mit den vielen präsenten Gottheiten in mir hohe Erwartungen geweckt hatte. Leider konnte dies der Roman nicht ganz halten. Dennoch ist der Roman sehr  unterhaltsam und kurzweilig und es gibt auch viele spannende Szenen. Gerade dann, wenn sich eine Episode dem Ende zuneigt war immer eine Spannungsspitze in der Handlung.

Ich vergebe hier: ★★★☆☆

 

 

 

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1 Kommentar

  1. Gwee

    Huhu!

    Ich hatte auch schon überlegt das Buch zu lesen, aber habe bisher eher negative Kritik dazu gelesen. Die Sache mit der Zigarre klingt ja schon etwas nervig. Würde ich bei einem erfahrenen Autor wie Heitz eigentlich nicht erwarten, aber sowas kann ja auch durchrutschen – oder er hat es bewusst so gewählt.
    Ich finde den Hintergrundgedanken des Romans auf jeden Fall echt spannend und deine Rezension hat auf jeden Fall dafür gesorgt, dass das Buch in meiner Wunschliste doch wieder etwas weiter rauf wandert.

    Liebe Grüße,
    Diana

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