Die Tochter des Hauslehrers ~ Julie Klassen

 

Broschiert: 474 Seiten
Verlag: Scm Hänssler
Deutsche Erstveröffentlichung: 24. Juni 2013
Preis: 16,95 Euro / eBook: 13,99
ISBN: 978-3775154888
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Dies ist bereits das sechste Buch der Autorin Julie Klassen. Inspiriert wurde sie in Cornwall, wo auch die Geschichte hauptsächlich spielt. Julie KLassen war 16 Jahre lang Lektorin. und hat drei Christiy-Awards im Laufe ihrer Karriere bekommen.

Die Geschichte beginnt in Longstaple, Devonshire im Jahre 1812. Zunächst trifft man auf die Junge Emma Smallwood. Ihr Vater führt eine Privatschule für Jungs. Und man lernt Henry Weston kennen, der die meiste Zeit damit zuzubringen scheint, sich Streiche für Emma auszudenken. Emma jedoch ist eine sehr gefasste Persönlichkeit, so wie es damals von jungen Damen erwartet wurde. Diese Anfangssequenz ist recht kurz. Gleich danach landet man 5 Jahre später im April 1817.  Emma ist inzwischen 21 Jahre alt und ihre Mutter nach schlimmer Krankheit verstorben. Ihr Vater scheint die Lebenslust verloren zu haben und arbeitet einfach so vor sich hin. Dementsprechend schlecht läuft auch die Schule. Es sind einfach keine neuen Schüler da um die Schule noch am Leben zu halten, obwohl Emma sämtliche ehemaligen Schüler, beziehungsweise deren Eltern angeschrieben hat, bekommt sie nur von den Westons Antwort. Diese Antwort ist jedoch anders als erwartet. Emmas Vater soll als Hauslehrer zu den Westons reisen für ein Jahr. Natürlich beschließt Emma ihren Vater zu begleiten und ihn zu unterstützen in seiner Arbeit.
Dort trifft sie nach langer Zeit wieder auf Henry und Philipp Weston. Zu Philipp Weston fühlte sie sich schon damals zu Schulzeiten hingezogen, während  Henry sie immer nur geärgert hat. Als die seltsamen Vorfälle anfangen, weiß sie zunächst nicht an wen sie sich wenden soll. Emmas Tagebuch verschwindet und taucht später mit einer herausgerissenen Seite wieder auf. Sie hört nachts Schreie. Manchmal spielt auch jemand Klavier. Aber sobald sie das Musikzimmer betritt ist niemand mehr da. Auch die Weston Brüder scheinen alle nicht so zu sein, wie Emma glaubte. Wem kann Emma also trauen und was passiert wirklich auf Ebbington Manor?

Emma war mir gleich sympathisch. Sie ist ganz die zurückhaltende junge Dame. Aber man merkt gleich, dass sie eine innere Stärke hat, die in der damaligen Zeit nicht vielen Frauen zu eigen war. Die ersten Seiten nimmt die Handlung etwas schleppend Fahrt auf, aber der Schreibstil von Julie Klassen hat diese Anfangsphase wunderbar überbrückt. Sie hat eine sehr gehobene und bildhafte Ausdrucksweise, so dass es dem Leser möglich ist, sich die Landschaften vorzustellen und auch mit den Hauptfiguren mitzufühlen.

Ein Beispiel ihrer schönen Ausdrucksweise zitiere ich mal von Seite 208/209: ” Sie war ein kräftiges, rothaariges Mädchen in unvorteilhaft engen Kleidern. Darüber hätte er hinwegsehen können. Darüber und auch über ihre schiefen Zähne. Doch das junge Mädchen war so dumm wie der Brieföffner seiner Großmutter, so glatt und uninteressant wie ein Fels am Strand, poliert von der nie verebbenden Flut des törichten Geschwätzes ihrer Mutter.”

Nachdem man dem Buch ein paar Seiten gegeben hat um sich in diese doch etwas steife Welt des Jahres 1817 hineinzufinden, ist es sehr spannend zu sehen wie sich die Figuren entwickeln. Von einigen Wendungen war ich doch sehr überrascht. Und genau dieser Spannungsbogen hat mir gut gefallen. Und am Ende war nichts so wie es schien.

Ein wirklich schöner Roman, den es sich lohnt zu lesen. Am Ende wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Ich gebe dem Buch ★★★★☆

 

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1 Kommentar

  1. Julia R.

    Wieder mal eine ganz tolle,und informative,Rezi von Dir 🙂
    Hört sich richtig gut an und verspricht ein paar schöne Lesestunden.
    So, ich lese jetzt noch etwas Chroniken der Unterwelt und dann geht’s in die Heia……
    knutschaaa ♥

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