Die Meisterin aus Mittenwald ~ Christiane Martini

 

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Monogramm Verlagsgesellschaft
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2014
ISBN: 978-3945458099
Preis: 13,00 Euro / gebundene Ausgabe: 25,00 Euro
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Zu Beginn steht ein Prolog in dem Vivaldi eine Rolle spielt. Dieser wirft zunächst einige Fragen auf, die zum Ende des Buches hin jedoch geklärt werden. Nach dem Prolog wechselt die Handlung zu Anna, deren Mutter der Hexerei angeklagt wird und dann in Folge der Wasserprobe ums Leben kommt. Anna wird von den Inquisitoren mitgenommen und soll in ein Kloster. Zwischendurch wechselt die Handlung zu Moritz, der bei Meister Dürnholz in Mittenwald in der Geigenbauerlehre ist und gern mehr lernen würde als sein Meister ihm beibringen will. Richtig Spannung kommt auf, als beide Hauptprotagonisten aufeinandertreffen und die Handlung an Fahrt aufnimmt.

Die Autorin lässt hier viele interessante Details rund um den Geigenbau und die Musik einfließen. Hier merkt man ihr fundiertes Wissen als Diplom-Musikerin und Konzertistin. Der Bau einer Geige wird hier Häppchenweise im Laufe der Handlung erklärt und ich fand diese Schilderungen sehr interessant. Natürlich spielen Anna und Moritz die Hauptrolle in dem Buch und es geht hauptsächlich um das Leben junger Frauen im 17. Jahrhundert und auch um die Liebe zweier Menschen.

Die Beschreibungen der einzelnen Orte war sehr gekonnt umgesetzt und ich hatte so die Möglichkeit mir alles bildlich vorzustellen. Die Protagonisten des Buches waren auch plastisch und nachvollziehbar geschildert. Dennoch hat mich an Anna ein klein wenig gestört, dass die Zufälle in ihrem Umfeld sich so sehr häufen und sie das Unglück förmlich gepachtet hat. Und ich persönlich empfand Annas Naiviät nach all den negativen Erlebnissen nicht ganz überzeugend und bin einfach der Meinung es hätte sie härter machen müssen. Stattdessen empfindet sie selbst für den größten Schurken Mitleid. Doch die Geschichte hätte ohne diese Charaktereigenschaft von Anna wohl eine ganz andere Wendung genommen.

Durch die lebendigen und plastischen Schilderungen baut sich der Spannungsbogen gut auf. Die Autorin hat es geschafft einen spannenden historischen Roman ohne langatmige Stellen zu schaffen und nebenbei auch noch Wissen zum damaligen Leben und zum Geigenbau zu vermitteln.

 

Fazit:

Ein guter historischer Roman, der viel Unterhaltungswert hat und der sich sehr gut und flüssig lesen lässt.

Ich vergebe hier: ★★★★☆

 

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