So finster, so kalt ~ Diana Menschig

 

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Knaur TB
Erstveröffentlichung: 1. April 2014
ISBN: 978-3426514931
Preis: 8,99 Euro
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Merle Hänssler erbt das kleine und einsam gelegene Haus ihrer Großmutter. Dort fallen ihr Dokumente in die Hände mit einer schier unglaublichen Geschichte. Als plötzlich immer mehr mysteriöse Dinge geschehen beginnt Merle sich zu fragen ob an demn Dokumenten mehr dran ist als sie zunächst dachte. Sie entschließt sich die in Oma Magos Haus gefundenen Unterlagen zu einem Fachmann zu bringen um sie prüfen zu lassen. So trifft sie auf Jakob Wolff. Doch was bedeuten ihre Alpträume? Was steckt hinter den Vorfällen? Und was geschah wirklich im Knusperhäuschen?

Ich möchte hier nicht viel mehr von der Handlung verraten, da sie wirklich dicht verwoben ist und man sich auf die Märchenthematik voll und ganz einlassen muss. Man wird nicht nur das Märchen Hänsel und Gretel finden, sondern auch noch ganz viele andere, die sehr gekonnt verknüpft und zu einem mystischen Roman zusammengefügt wurden. Der Autorin ist es hier auf vielen Ebenen gelungen mich an das Buch zu fesseln und mich sehr tief in die düstere Märchenwelt eintauchen zu lassen. Die Hauptfigur Merle durchlebt dabei verschiedene Märchen und Sagen und weiß zum Schluss selbst nicht mehr was wahr ist und was sie sich zusammenfantasiert hat.

Die Protagonisten sind überzeugend und haben Tiefe. Dadurch konnte ich zu Merle recht schnell eine Bindung aufbauen und ihre Emotionen nachvollziehen. Das einzige was mich an ihr ein klein wenig gestört hat ist die Tatsache, dass sie nur sehr schwer Vertrauen aufbauen kann und in jeder kleinen Geste gleich einen Vertrauensbruch sieht. Sie ist zwar eine Person, die mit sehr analytischem Blick an alles herantritt, aber manchmal hätte ich mir mehr gewünscht, dass sie auf ihr Herz hört. Jakob bleibt lange Zeit noch undurchsichtig und ich wusste nicht so recht was ich mit ihm anfangen sollte.

Das Buch beginnt mit dem Satz: ” Die Hexe ist tot!” Da habe ich zunächst gedacht: welches Buch beginnt denn mit dem Ende des Märchens? Doch hier werden ja mehrere Märchen zusammengewürfelt und so ergibt es am Ende natürlich Sinn. Der Roman spielt überwiegend in der Gegenwart, es gibt jedoch immer wieder Rückblenden zu der in dem Dokument erzählten Geschichte von Johannes und Greta.

 

Fazit:

Spannende Märchenadaption der anderen Art mit einigen Gänsehautmomenten. Ich kann euch das Buch empfehlen.

Ich vergebe hier: ★★★★☆

 

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