Ensel & Krete ~ Walter Moers

 

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Deutsche Erstveröffentlichung: 1. Juli 2002
ISBN: 978-3442450176
Preis: 9,95 Euro
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Ensel und Krete ist eine Reise ins Land Zamonien. Die Geschichte lässt sich in ganz groben Zügen mit dem Grimmschen Märchen vergleichen und ist doch eine ganz andere. Ensel und Krete machen mit ihren Eltern Urlaub im Buntbärenwald. Doch die Abenteuerlust von Ensel, der unbedingt in den Wald eindringen und sich umschauen möchte, verschlägt die beiden Geschwister in einen gruseligen Wald voller seltsamer Kreaturen. Können die Geschwister zurück nach Hause finden? Und welches Geheimnis birgt der Wald?

Walter Moers ist ein Zauberer der Worte. Seine Art zu schreiben ist einzigartig und unvergleichlich. Jeder der schon einmal ein Buch von ihm gelesen hat weiß sofort wie das gemeint ist. Die Worte gehen bei Moers immer eigene und manchmal etwas andere Wege als man das aus anderen Büchern kennt und gewohnt ist. Seine Figuren sind einzigartig und die Welt von Zamonien einer der Fantasievollsten Welten, die man durch ein Buch bereisen kann.

Auch hier findet der Autor genau die Worte um eine völlig neue Interpretation von einem bekannten Märchen darzustellen. Und dabei hat man als Leser nicht einmal den Gedanken man hätte es schon irgendwo gelesen. Ich habe das Buch ja bereits zum zweiten Mal gelesen, diesmal für eine Challenge. Und da meine letzte Reise zu Ensel und Krete schon eine Weile her ist, habe ich mich sehr gefreut, dass das Buch genau dahin gepasst hat.

Die Figuren sind mit soviel Phantasie erschaffen, dass es manchmal einer Fußnote bedarf um zu erläutern, welches Wesen man als Leser nun vor sich hat. Aber auch die Fußnoten stören den Lesefluss nicht. Es gibt einfach viel zu viel zu entdecken in diesen Zamonien-Büchern.

Hinzu kommt, dass der Autor hier ganz eigenwillig sich die Mythenmetzsche Abschweifung hat einfallen lassen, die mich oftmals zum schmunzeln gebracht hat. Die Abschweifung wird durch eine andere Schriftart gekennzeichnet und man kann den Gedanken von Hildegunst von Mythenmetz folgen, die wirklich einen ganz eigenen Unterhaltungswert haben.

Der Spannungsbogen hängt in der Mitte trotz allem ein klein wenig durch, aber spätestens der Laubwolf bringt wieder Schwung ins  Buch. Das ist allerdings nur ein ganz kleiner Kritikpunkt und fällt durch die Schreibweise von Moers gar nicht so ins Gewicht.

Dies ist der zweite Zamonien-Band, aber das Buch ist in sich abgeschlossen und man muss nicht zwangsläufig die Reihenfolge einhalten.

 

Fazit:

Moers ist einfach ein must-read der Phantastischen Literatur.

Ich vergebe hier: ★★★★☆

 

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