Roter Mond ~ Benjamin Percy

 

Hardcover: 640 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag
Deutsche Erstveröffentlichung: 24. März 2014
ISBN: 978-3764531232
Preis: 19,99 Euro
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Zu Beginn des Buches begegnet man Patrick, dessen Vater von der Armee einberufen wurde und der deswegen zu seiner Mutter ziehen muss. Doch auf dem Flug zu seiner Mutter passiert etwas schreckliches. Es gibt einen Terroranschlag. Ein Lykaner greift die Passagiere an und nur Patrick überlebt.
Dann gibt es eine Überblende zu Claire. Claire ist Lykanerin und lebt mit ihren Eltern zusammen in einer friedlichen Wohngegend. Claire hasst es sich zu verwandeln und mag diese Seite an sich gar nicht. Doch eines Abends treten Unbekannte die Tür ein und töten ihre Eltern. Claire gelingt die Flucht. Doch wo kann sie sich hinwenden?
Senator Chase Williams befindet sich im Wahlkampf und will Präsident werden. Sein Programm stützt sich hauptsächlich auf den Kampf gegen die lykanischen Terroristen und die Erfindung eines Impfstoffes gegen Lykantropie.

Der Beginn des Buches war sehr vielversprechend. Sehr blutige Szenen und nichts für zartbesaitete Leser ließen mich auf einen Pageturner hoffen. Die vielen Protagonisten musste ich erst einmal sortieren, doch nachdem mir das gelungen war und der Autor angefangen hat die einzelnen Personen auch zueinander zu führen, wollte ich unbedingt wissen wie es weitergehen würde.

Doch dann tauchte zum ersten Mal Senator Williams auf. Und mir drängt sich der Verdacht auf, dass diese Figur dem Buch nicht gut getan hat, denn mit Auftauchen von Politikern und Forschern bekam das Buch eine neue Richtung die nicht zu den Erwartungen gepasst hat, welche ich nach den ersten spannenden Szenen an das Buch hatte. Plötzlich zog sich die Handlung in die Länge und es passierte immer weniger. Stattdessen wurde der Roman sehr biologisch und gesellschaftskritisch. Plötzlich ging es um Rassismus gegenüber den Lykanern und die Action blieb irgendwie auf der Strecke, auch wenn der Autor immer mal wieder eine Kampfszene eingebaut hat, weiterhin hat mich gestört, dass im Laufe der Erzählung zwar immer mal ein größerer Zeitraum übersprungen wird, ich aber nicht erfahren habe wie lange die vorangegangenen Ereignisse denn nun her sind. So liegen zwischen Buch 1 und Buch 2 mindestens 6 Monate und ich bilde mir ein das wurde auch in einem Nebensatz erwähnt, aber ich brauche dann einfach eine klare Angabe in der Überschrift (“6 Monate später….”). Mich verwirren fehlende oder beiläufig erwähnte Zeiträume beim Lesen einfach. Das wurde durch den Schreibstil des Autors nicht besser. So springt man immer wieder von einem Absatz zum anderen zwischen den Protagonisten und muss sich immer wieder neu orientieren. Sehr schade war auch, dass die Spannungskurve plötzlich so abgefallen ist und es am Ende nicht einmal einen richtigen Showdown gibt, sondern das Buch vielmehr einfach aufhört.

Mein Fazit zu dem Buch lautet, dass es ganz anders als erwartet war. Eher eine Gesellschaftskritik mit dem Fokus auf Rassismus in Bezug auf Werwölfe.

Starker Anfang, doch leider gibt es für das schwache Ende nur: ★★☆☆☆

 

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3 Kommentare

  1. Samy

    Hey…. ich stimme deiner REzi voll zu
    ich hab das Buch schwer lesen können wobei ich mich so drauf
    gefreut habe. Leider hat es mich voll enttäuscht.
    Schwer war es auch das es immer wieder neue Charas am anfang war.
    LG Samy

    1. Claudi

      Ja… war echt sehr schade 🙁 Hatte auf den ersten Seiten noch so einen Spaß an dem Buch….
      Bin aber froh, dass es nicht nur mir so ging 😉 Dachte echt schon ich wäre alleine mit meiner Meinung. Habe nur 5 Sterne Rezis gesehen überall….

  2. Julia R.

    Schade, der Beginn hört sich wirklich vielversprechend an. Aber wenn das Buch dann solch eine Wendung hinlegt, hat das ja nicht mehr wirklich einen großen Zusammenhang zum Beginn der Story. Erst Actionreich und aufregend und dann politischund zielgericht oder wie? Hätte man bestimmt besser vermischen können/sollen? ! Erinnert mich auch irgendwie an X Men mit dem Politiker und der Forschung 😉
    Wieder eine tolle Rezi….trotz nichtgefallen doch relativ neutral und sachlich beschrieben. So hat man immer noch Lust sich selbst ein Bild von dem Buch zu machen 😀
    Schönen Sonntag ¤

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