Der Gottbettler ~ Michael M. Thurner

 

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Deutsche Erstveröffentlichung: 21. Oktober 2013
ISBN: 978-3442269426
Preis: 14,00 Euro
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Die Erzählung beginnt mitten im Krieg. Der Heerführer Metcairn Nife zieht bereits seit zwei Jahren durch die Lande und überziehen die Welt mit einem Krieg. Metcairn Nife ist der Heerführer des Gottbettlers und ist verpflichtet die Menschen und Städte, die auf dem Weg des Heeres liegen zu verbrennen, zu töten und zu unterwerfen. Der Gottbettler glaubt nur so den Frieden in das Land tragen zu können.

Doch es gibt eine Prophezeihung wie der Gottbettler gestoppt werden kann. Deshalb zieht der Magicae-Lehrling Pirmen Courtix los um denjenigen zu suchen, der fähig ist den Gottbettler zu töten und den Krieg endlich zu beenden. Nachdem der Autor Pirmen, Metcairn und den hohen Herrn vorgestellt hat, taucht auch noch Terca auf. Ein altes Kräuterweib und eine Hexe, die immer wieder in die Klippen klettert in der Hoffnung auf Erlösung und Tod.

Ich fand es wahnsinnig interessant zu sehen wie der Autor Pirmen, den hohen Herrn und Terca zusammenbringt. Diese drei führen laut der Prophezeihung das Ende der Herrschaft durch den Gottbettler herbei.

Man taucht in eine sehr düstere Welt ein, in der es durchaus auch Magier und Hexen gibt, die ich jedoch nicht der High Fantasy zuordnen würde. Die Welt, welche der Autor hier erschaffen hat würde ich in die Low/ Dark Fantasy Ecke zuordnen. Ich habe ein paar Seiten gebraucht um mich einzulesen, was angesichts der Komplexität der Erzählung auch nicht verwunderlich ist. Die Geschichte wird jeweils aus Sicht des handelnden Hauptcharakters erzählt. Die Erzählweise ist sehr detailliert und hat mich recht schnell in seinen Bann gezogen. Ständig tauchen neue Wesen auf, mit denen die Welt bevölkert ist. Sybillen, Nachtkrappen und Hoboken sind nur ein paar wenige davon.

Die Magie ist stets präsent, spielt sich jedoch nicht in den Vordergrund. Die herrschenden Unstimmigkeiten zwischen den Hexen und den Magiern nehmen zwar auch ihren Teil der Geschichte ein, jedoch nur soweit sie für die Handlung wichtig sind.

Hauptsächlich dreht sich die Handlung um die Charaktere, die jedoch genau wie die gesamte Welt nicht das waren was ich erwartet habe. Man hat hier nicht den typischen Helden in strahlender Rüstung, wie es in vielen Geschichten ist, sondern der Held ist ein Säufer, der nur selten bei Sinnen ist. Auch Pirmen, der mir am Anfang noch der Sympathischste war, zeigt nach kurzer Zeit, dass er eine dunkle Seite hat. Terca ist ebenfalls nicht die liebe Kräuterfrau und Hexe. Der Gottbettler tritt erst nach langer Zeit ein wenig ans Licht. Ansonsten ist er eher derjenige, der im Hintergrund alles leitet.

Ich konnte zu keiner der Figuren eine wirklich enge Bindung entwickeln, aber dennoch hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Nachdem ich mich in dieser Welt zurecht gefunden habe, war es für mich wahnsinnig schwer das Buch noch wegzulegen. Die Entwicklung der Charaktere und einige plötzliche Wendungen, die ich nicht immer logisch nachvollziehen konnte, haben mich an das Buch gefesselt.

Ich empfehle das Buch allen, die eine neuartige, düstere und brutale Fantasy-Geschichte suchen. Der Autor geht hier mit seinem dunklen und rohen Erzählstil definitiv neue Wege, die vielleicht nicht jedem gefallen. Man darf nur nicht mit High Fantasy rechnen.

Ich vergebe hier: ★★★★☆

 

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