Der Fährmann ~ Christopher Golden [Rezension]

 

Gebundene Ausgabe: 372 Seiten
Verlag: Buchheim Verlag
Erscheinungstermin: 12.03.2017
ISBN: 978-3946330011
Originaltitel: The Ferryman
Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
Illustration: John Howe
Preis: 24,99 €
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Inhalt:

David und Janine, die nach einem großen Verlust wieder zueinander finden, müssen sich den Dämonen der Vergangenheit stellen. Denn Charon, der Fährmann, ist aus den alten Mythen auferstanden und er will nur eines…..  Doch um ihn zu besiegen müssen die beiden den Glauben an sich und die Welt wiederfinden. Doch können sie ein Wesen aus der alten Mythologie besiegen? Oder ist Charon zu mächtig?

Rezension:

Seit langem wollte ich mal wieder einen Horrror-Roman lesen und „Der Fährmann“ hat mich einfach sehr neugierig gemacht. Die alten Mythen faszinierten schon immer. Und der Fährmann, der die Toten über den Fluss bringt ist ein sehr bekannter Mythos unter den Menschen. Man zahlt ihm Münzen, damit er die Seele von der Welt der Lebenden in die der Toten überführt.

Doch Janine macht etwas Ungeheuerliches: Sie schleudert seine Bezahlung in den Fluss und weist den Fährmann zurück. Nach dieser Tat beginnt der Horror für Janine und ihren Freund David.

Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn ein wenig Schwierigkeiten hatte mit den Protagonisten. Irgendwie habe ich den richtigen Draht zu ihnen nicht finden können und es hat eine Weile gedauert, bis ich mit ihnen mitfiebern konnte. Janine schien mir so unnahbar und auch mit David konnte ich nicht wirklich etwas anfangen. Doch das wurde mit jedem Kapitel besser und so war ich nach einer Weile vollkommen im Buch versunken.

Die Verschmelzung von Mythos und Realität hat mir sehr gut gefallen, denn man fragt sich unwillkürlich was echt ist und was eine Illusion. Und man stellt sich vor, was wäre, wenn die alten Mythen alle wahr wären und wie die Wesen aus dieser anderen Welt sich verhalten würden, wenn man sich ihnen nicht unterordnet.

Der Schreibstil von Christopher Golden ist ganz besonders. Er versteht es eine düstere Atmosphäre heraufzubeschwören, die den Roman zu einem Gänsehaut-Buch macht. Wer nun allerdings einen Roman mit Massenweise Blut erwartet, der wird dies hier nicht finden. Es gibt durchaus einige Szenen, die nicht ganz so appetitlich sind, aber der Roman lebt hauptsächlich vom Grusel, der sich auf psychischer Ebene zeigt. Dabei dauert der Spannungsaufbau zwar ein paar Kapitel länger, aber es lohnt sich auf jeden Fall dranzubleiben.

Das Buch selbst ist ein absoluter Hingucker. Nicht nur das faszinierende Cover, sondern auch der schwarze Buchschnitt, das rote Lesebändchen und die grandiosen Illustrationen machen optisch viel her.

Fazit:

Ein atmosphärischer, düsterer Roman. Hier wird Horror und Grusel nicht über das Blut erzeugt, sondern über die Atmosphäre. Freunden von düsterer Spannung kann ich das Buch empfehlen. Mir hat es gut gefallen.

Ich vergebe: ★★★★☆

 

 

 

 

 

 

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