Helen Stein 1 – Der Schacht ~ Volker Dützer [Rezension]

 

Taschenbuch: 380 Seiten
Verlag: KBV
Erscheinungstermin: 10. Oktober 2016
ISBN: 978-3954413164
Preis: 11,99 € / eBook: 9,99 €
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Inhalt: 

Helen Stein muss sich ihrem größten Albtraum stellen mitten im schönen Westerwald.

Die LKA-Profilerin Helen Stein war drei Tage und drei Nächte die Gefangene eines Irren Serienkillers. Doch sie erinnert sich an nichts und weiß auch nicht warum er sie nackt ausgesetzt hat anstatt sie zu töten. Ihre Erinnerungen kehren nicht wieder und die Albträume zermürben sie langsam. Da sieht ihr Chef keinen anderen Ausweg als sie zeitweise zu versetzen, damit sie zur Ruhe kommt und das erlebte aufarbeiten kann…. Doch kaum ist sie angekommen, stolpert sie schon über die erste Leiche und muss sich ihren Erinnerungen stellen….

Rezension:

„Der Schacht“ ist der erste Fall von Helen Stein und Ben Funke. Helen Stein als Profilerin aus Koblenz ist die große Stadt gewohnt. Doch als sie in die Hände eines skrupellosen Killers gerät ist sie nicht mehr dieselbe wie zuvor. Warum hat er Helen nicht getötet, sondern sie nackt auf einer Autobahnraststätte ausgesetzt? Welches Spiel treibt der Killer mit ihr? Helen ist besessen von dem Gedanken ihn zu erwischen. Sie setzt alles daran ihm eine Falle zu stellen.

Doch ihre Albträume lassen sie nicht los und sie ist längst nicht mehr so souverän wie sie es einmal war. Selbst als der Täter gefasst ist, besteht sie noch darauf, dass er weiterhin sein Unwesen treibt. Helens Chef weiß sich nicht mehr zu helfen.. Er versetzt sie in den Westerwald und übergibt sie einem Therapeuten, der ihre angeschlagene Psyche wieder herstellen soll, damit sie wieder einsatzfähig ist. Doch im Westerwald wartet nicht die traute Idylle, sondern direkt die erste Leiche auf Helen Stein und ihre Kollegen. Schnell wird klar, dass der Killer noch da draußen ist und Helen gefolgt zu sein scheint um sein Spiel weiterzutreiben…

Dort trifft sie auf den zweiten Hauptcharakter. Ben Funke, ein eigentlich fähiger Polizist, der aber nach einem großen Verlust dem Alkohol verfallen ist. Immer wieder greift er zur Flasche um seinen Schmerz wenigstens kurzzeitig zu betäuben. Doch er steckt in diesem Teufelskreis fest.

Diese zwei recht kaputten Charaktere treffen hier aufeinander und jeder hat mit seinen eigenen inneren Dämonen zu kämpfen. Klar gibt es dann auch immer mal Momente wo jeder der beiden falsch reagiert, aber das macht die Protagonisten nur authentischer. Ein aalglatter Ermittler wäre auch nicht aufregend genug finde ich. Da ist es spannender, wenn auch Schwächen im Charakter einfließen und man so auch einen besseren Bezug aufbauen kann.

Der Spannungsbogen in „der Schacht “ entwickelt sich kontinuierlich nach oben weiter. Was zu Beginn noch nach einem ganz normalen Fall aussieht entpuppt sich immer mehr zu einer nervenaufreibenden Jagd. Und auch die kleineren und Größeren Rückschläge machen das Buch wahnsinnig authentisch. Man glaubt den Figuren ihren Lebenswandel und ihre Fehler und schließt vielleicht gerade deshalb Helen und Ben so ins Herz, weil sie eben anders sind.

Der Schreibstil von Volker Dützer ist bildhaft und nicht ausschweifend. Das finde ich sehr angenehm, weil es nichts schlimmeres gibt als sich in Details zu verlieren oder eben anders herum zu schnell durch das geschehen zu huschen. Der Autor findet hier die richtigen Worte und das richtige Tempo. Am Ende erwartete  mich der Showdown, den ich auch als sehr spannend empfunden habe.

Fazit:

Ein guter Auftakt ist dem Autor mit „Der Schacht“ gelungen. Von Helen Stein und ihrem Partner Ben möchte ich auf jeden Fall noch mehr lesen. Mir hat das Buch gut gefallen und spannende Lesestunden beschert.

Ich vergebe hier: ★★★★☆

 

 

 

 

 

 

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