Exit-Strategie: Fünf Wege den eigenen Tod vorzutäuschen ~ Martin Gresch [Rezension]

 

Taschenbuch: 164 Seiten
Verlag: Create Space Independent Publishing
Erscheinungstermin: 20.07.2016
ISBN: 978-1535067072
Preis: 9,99 € / eBook: 3,99 €
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Inhalt:

Extreme Zeiten erfordern extreme Lösungen. Warum also nicht einfach ein neues Leben beginnen, wenn das alte Leben zum Problem wird. Doch dafür muss man zunächst einmal überzeugend den Tod vortäuschen, damit niemand auf die Suche geht. Darüber hat sich der Autor in diesem Buch nicht nur Gedanken gemacht sondern fünf Szenarien durchgespielt, die auf verschiedene Typen Mensch passen und auf unterschiedliche Ausgangssituationen.

Rezension:

Zunächst muss ich euch gestehen, dass dies eine der wenigen Abbruch- Rezensionen ist, die ihr auf meinem Blog findet und ich hier nicht bewerten werde. Warum ich die Rezension trotzdem schreibe? Ich möchte euch erzählen, was mich so gestört, oder besser gesagt verstört hat, dass ich das Buch am liebsten aus dem Fenster geworfen hätte.

Passieren können nach dem Lesen der Rezension zwei Dinge: entweder ihr sagt euch würde mein Abbruchgrund in keinster Weise stören und ihr kauft euch das Buch trotzdem. Oder ihr seid froh, dass ich diese Rezension schreibe.

Ich begann das Buch, weil ich ein Stück schwarzen Humor gebraucht habe und genau das bekommt man hier. Der Autor hat sich Gedanken darüber gemacht wie man sein Ableben am besten inszenieren kann. Wie stellt man es an, dass alle glauben man sei tot während man irgendwo in der Sonne sein restliches Leben genießt?

Zunächst muss ich sagen hat der Autor hier wirklich an alles gedacht und jede Eventualität gedanklich durchgespielt. Die ersten zwei Szenarien den Tod vorzutäuschen könnten so wie er das schildert tatsächlich funktionieren. Etwas weniger lustig fand ich, dass hier schon im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gegangen wird und Dinge wie Freundschaft nicht mehr bedeuten, wenn es darum geht einen Zeugen zu beseitigen.

Doch die dritte Geschichte liess mich das Buch mit einem Gefühl der Übelkeit zur Seite legen. Ich habe mich von Beginn an gefragt warum er sich einen Hund besorgt, wenn er doch vor hat seinen Tod vorzutäuschen. Als dann geschildert wurde man solle den Hund erst erziehen, ihn als Gefährten überall hin mitnehmen. Dann auf dem Zeltplatz noch einmal schön mit ihm spielen, ihn rufen und kraulen, ihm noch einmal tief in die treuen Augen blicken, um ihm dann mit einem Messer….. Sagen wir mal erstechen allein reichte für den Plan nicht…….

Und es wird sehr detailgetreu beschrieben. Bei dieser Szene habe ich das Buch zugeklappt mit einem Übelkeits und Ekelgefühl. Ganz ehrlich. Für mich hat das mit schwarzem Humor nichts mehr zu tun, sondern geht einfach zu weit. Deshalb habe ich an dieser Stelle ungefähr in der Mitte des Buches abgebrochen. Ich wusste zwar, dass es schwarz werden würde in dem Buch, aber dass es so widerlich werden würde hat mich unangenehm überrascht. Ich konnte und wollte nicht weiterlesen, was mit dem Hund, oder den Überresten, noch geplant gewesen wäre. Mir ist jetzt noch übel, wenn ich daran denke.

Fazit:

Wer es ähnlich wie ich nicht lustig findet, wenn Unschuldige zu Tode kommen und das auch noch detailliert beschrieben wird, der sollte die Finger von dem Buch lassen. Wer das noch als Humor ansieht, der sollte hier wiederum zugreifen. Für mich war es definitiv nichts und deshalb bewerte ich das Buch auch nicht mit Sternen, sondern überlasse es euch euch eine Meinung zu bilden.

 

 

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Jacquy

    Puh, da kann ich deine Reaktion sehr gut verstehen, das hätte ich auch nicht mehr als Humor abtun und weiterlesen können. Es sind dir sicher auch noch einige andere dankbar für die Warnung, auch wenn ich von dem Buch bisher nichts gehört hatte.

    1. Claudi

      Liebe Jaquy,

      das war auch mein Gedanke und ich bin froh, dass es nicht nur mir so geht. Weiterlesen war mir völlig unmöglich und ich weiß auch nicht ob die nächsten Kapitel wieder besser gewesen wären. Es ist mir total vergangen :-/

      Liebe grüße
      Claudi

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