Dark Horses ~ Cecily von Ziegesar [Rezension]

 

Gebundene Ausgabe: 418 Seiten
Verlag:  Gulliver von Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3407747952
empfohlenes Alter: 13-16 Jahre
Übersetzung: Sandra KnuffinkeJessika Komina
Preis: 16,95 € / eBook: 15,99 €
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Inhalt:

Merritt steckt in einer tiefen Krise und landet im Erziehungsheim „Good Fences“. Hier sollen schwierige Kids mit Pferden therapiert werden. Hier trifft das Mädchen auf den unberechenbaren Hengst „Red“. Er wehrt jeden Menschen ab, aber Merritt akzeptiert er sofort. Aus den beiden wird ein unschlagbares Team, bis eines Tages Reds finsterer Instinkt wieder ans Licht kommt und eine Katastrophe geschieht.

Rezension:

Ich habe schon lange keine Pferdestory mehr gelesen und so musste ich einfach zu diesem Buch greifen, in dem es mal wieder um eine Pferde-Mädchen-Beziehung gehen sollte.

Positiv überrascht war ich davon, dass nicht nur die Perspektive von Merritt erzählt wird, sondern es auch Kapitel aus der Sicht von Red gibt. So erlebt man hautnah mit wie Red denkt und ab wann die Stimmung bei ihm kippt. Das hatte ich in all den vorigen Pferdebüchern noch nicht erlebt, dass die Sicht des Pferdes geschildert wird. Das war spannend zu lesen.

Doch auch Merrits Sicht der Dinge birgt einige Überraschungen. Man erlebt warum sie im Erziehungsheim gelandet ist und ich war über ihr Leben erschüttert. Sie wird zwar nicht misshandelt von ihren Eltern, aber es kümmert sich auch niemand wirklich um sie. Die Eltern sind total im Fitnesswahn und man hat den Eindruck, dass die Abschiebung Merritts ihnen weitere Freiheiten ermöglicht. Darüber scheinen sie fast erleichert zu sein. Da verwundert es nicht mehr warum Merritt so „schwierig“ geworden ist.

Zunächst geht es im Buch auch nur darum wie das Pferd und Merritt sich finden und was beide fühlen, wenn sie durch den anderen Zuwendung erfahren. Das ganze kippt erst langsam als der Besitzer von Good Fences ein Geschäft wittert und Merritt und Red zu Turnieren verpflichtet.

Und als Red das Gefühl hat jemand anderer nehme ihm Merritt weg, da beschließt das Pferd, dass es etwas unternehmen muss. Leider ist seine Aktion von Instinkt gesteuert und nicht von logischem Denken und so kommt es zu einem Ereignis, das alles verändern wird.

Mir hat dieser Umschwung gut gefallen, weil man die ganze Zeit schon mit irgendetwas rechnet. red ist sehr besitzergreifend und möchte Merritt um jeden Preis gefallen und diese Unterwürfigkeit ist so ausgeprägt, dass es nicht gesund sein kann.

Der bildhafte Schreibstil und die wechselnden Sichten von Merritt und Red haben mich schnell durch die Seiten fliegen lassen. Ich wurde gut unterhalten. Lediglich das Finale kam mir etwas zu plötzlich, hier hätte ich mir etwas anderes erwartet und erhofft. Auch die Zeit bis der Umschwung bei Red stattfindet dauert recht lange, die Geschichte lässt sich bis dahin auch schon gut lesen. Bis es soweit kommt plätschert die Handlung jedoch angenehm vor sich hin.

Fazit:

Wer gerne Pferdegeschichten liest, der kann hier nichts falsch machen. Zu Beginn ist es eine ganz gewöhnliche Pferd -Mensch-Erzählung, die sich nach einer Weile dreht. Mich hat das Buch gut unterhalten.

Ich vergebe hier: ★★★★☆

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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