Bärentöter – Der Auserwählte ~ Roland Pauler [Rezension]

 

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: fabulus Verlag
Erscheinungstermin: 22. August 2015
ISBN: 978-3944788388
Altersempfehlung: 12-14 Jahre
Preis: 16,95 Euro / eBook: 4,99 Euro
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Inhalt:

Im Jahre 1384 begleitet der 14-jährige Wilfried einen Viehtrieb quer durch Bayern um etwas zu verdienen, damit seine Mutter und Geschwister nicht mehr Hunger leiden müssen und über den Winter kommen. Sein Vater wurde ermordet und so ist die Familie auf die Gnade anderer angewiesen, weil das Essen meist kaum zum Leben reicht. Doch unterwegs treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen, wilde Tiere greifen den Treck an und die heidnischen Wotansbrüder wollen Wilfrieds Tod. Wird der Junge die Gefahren überstehen?
 
Rezension:

Mir ist der Roman gleich aufgrund seines tollen Covers aufgefallen. Im Vordergrund sieht man Wilfried, der mysteriös durchscheinend wirkt. Der Buchschnitt ist in einem hellgrün gehalten und das Buch ist einfach ein toller Blickfang im Regal.

Wilfried ist eine Heldenfigur wie aus einer Sage. Unerschrocken und selbstlos stellt sich der Junge allen Gefahren entgegen und  hat meist nicht mehr als ein kleines Messer und eine Steinschleuder als Waffen zur Verfügung. Dennoch schafft es Wilfried den Gefahren zu entkommen. Der Autor schafft es dem Jungen immer neue Gefahren in den Weg zu stellen und Wilfried so eine Prüfung nach der anderen aufzuerlegen. Aber auch ein paar unerwartete Wendungen sind in die Geschichte eingeflochten, die Wilfried auf ganz neue Wege bringen werden.

Wilfried wird hier im wahrsten Sinne vom Bettelknaben zum Helden und fast zu einer Sagengestalt emporgehoben. Genau solche Geschichten lieben junge Leser und das Buch versteht es durchaus zu fesseln. Mir persönlich liefen einige Dinge zu glatt. Ich hatte ab und an den Eindruck der junge Wilfried hat mehr Glück als Verstand. Aber das gehört in einer Heldensage irgendwie dazu. Denn die Helden dieser Geschichten scheinen immer einen ganz besonderen Schutzengel zu haben.

Bei allem vergisst Wilfried aber nie wo er her kommt und setzt sich selbstlos für die weniger Begünstigten der Gesellschaft ein. Er kann ein herrschendes Unrecht nicht stillschweigend erdulden, sondern wirft sich mutig vor die Armen und Benachteiligten.

Der Autor hat es geschafft Wilfried als Vorbild für junge Menschen zu erschaffen und dabei auch einige historische Fakten einfliessen zu lassen, sodass das Buch auch ein Bild der damaligen Zeit wiederspiegelt. Junge Leser können also menschlich und historisch einiges aus dem Buch mitnehmen in ihr Leben.
 
Fazit:

Ein Helden-Epos für Jugendliche über Mut, Einsatz und Selbstlosigkeit. Dennoch hätte ich mir ein paar mehr schwierigerer Hindernisse gewünscht um die Spannung zu erhöhen und nicht alles so glatt laufen zu lassen. Insgesamt ein gutes Buch, das in sich abgeschlossen gelesen werden kann, aber ein Türchen für einen zweiten Band offen lässt.

Ich vergebe hier: ★★★★☆
 

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